Teuerung

Ende des Ausverkaufs hebt Konsumentenpreise in der Schweiz an

Der Zürcher Index der Konsumentenpreise ist im Dezember 2012 leicht gesunken gesunken.

Der Zürcher Index der Konsumentenpreise ist im Dezember 2012 leicht gesunken gesunken.

Das Leben in der Schweiz ist wieder etwas teurer geworden. Die Konsumentenpreise stiegen im Oktober um 0,6 Prozent. Markant mehr kosteten Kleider und Schuhe nach dem Ende des Ausverkaufs (+17,6%), wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte.

Im Jahresvergleich liegen die Konsumentenpreise aber immer noch deutlich im Minus: Das Preisniveau sank um 0,8 Prozent. Im September hatte die Jahresteuerung noch -0,9 Prozent betragen.

Dennoch sprechen Ökonomen nicht von Deflation, also einem Preisrückgang auf breiter Front. Denn die Kerninflation, welche die besonders schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, liegt weiterhin im Plus bei 0,7 Prozent aufs Jahr gerechnet und 0,9 Prozent im Oktober.

Der Landesindex der Konsumentenpreise erreichte im vergangenen Monat den Stand von 103,7 Punkten (Dezember 2005 = 100). Teurer wurden im Oktober neben Kleidern und Schuhen auch die Preise für Wohnen und Energie (+0,5%). Dies liegt insbesondere am teureren Heizöl (+6,9%), während sich Erdgas und Fernwärme verbilligten.

Auch die Preise für Benzin (-2,5%) und Diesel (-1,4%) waren leicht rückläufig. Etwas weniger tief in die Taschen greifen mussten die Konsumenten für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-1,2%). Dabei dürfte sich der Preiskampf der Detailhandelsketten ausgewirkt haben.

Etwas teurer wurde die Gesundheitspflege (+0,1%), bedingt durch höhere Tarife der Zahnärzte und Spitäler. Die Preise in Restaurants und Hotels sanken insgesamt um 0,2 Prozent. Geringfügig tiefer notierten die Preise im Bereich Freizeit und Kultur (-0,1%).

Die Inlandgüter verzeichneten innert Jahresfrist eine Preissteigerung um 0,8 Prozent, die Importprodukte hingegen einen Rückgang um 4,8 Prozent.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1