Spezialchemie

Ems-Chemie mit 14 Prozent Umsatzrückgang im 3. Quartal

Ems mit leichtem Aufschwung

Ems mit leichtem Aufschwung

Der Spezialchemiekonzern Ems erholt sich langsam. Er hat den Umsatzrückgang abgebremst und die Kurzarbeit an seinem Standort im bündnerischen Domat/Ems aufgehoben. Profitieren konnte der Konzern von den weltweiten Staatshilfen für die gebeutelte Autoindustrie.

Das Unternehmen erwirtschaftete im dritten Quartal 2009 einen Umsatz von 325 Mio. Franken, was einem Rückgang von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, wie Ems am Freitag mitteilte. Im zweiten Quartal hatte das Minus noch 31 Prozent betragen, im ersten Quartal 40 Prozent.

Für die ersten neun Monate des Jahres resultierte insgesamt ein Umsatz von 866 Mio. Franken. Das entspricht einem Rückgang von 28,5 Prozent. Das Betriebsergebnis habe die Resultate der Vorquartale deutlich übertroffen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Im vierten Quartal rechnet Ems weiterhin mit einer zurückhaltenden Konsumneigung, aber auch mit staatlichen Stimulierungsmassnahmen. Dank dieser weltweiten Anreizprogramme wurden bereits im vergangenen Quartal wieder mehr Fahrzeuge produziert. Die Automobilindustrie ist für Ems eine besonders wichtige Branche.

Weiter konnte Ems von der besseren Situation auf den Finanz- und Kapitalmärkten profitieren. Die Kurzarbeit am Standort Domat/Ems, die inzwischen wieder aufgehoben wurde, hatte gemäss früheren Eingaben Ende Juni noch 120 Beschäftigte betroffen.

Für das nächste Jahr geht das Unternehmen von einem leicht besseren konjunkturellen Umfeld aus. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet Ems aber noch einen deutlich tieferen Umsatz und ein tieferes Betriebsergebnis als im Vorjahr.

Ems will sich nun auf das Wachstum mit Spezialitäten konzentrieren und Neugeschäfte vorantreiben. Auch der Aufbau neuer Produktionsstandorte in China, Indien und Brasilien verläuft plangemäss.

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