Dies wirke sich auf die Umsatzzahlen der Schweizer Detailhändler aus, teilte BAK Basel am Dienstag mit. Gemäss Berechnungen der Konjunkturforscher dürfte das Wachstum der nominalen Lebensmittelumsätze 2011 aufgrund des Kaufkraftabflusses rund 0,6 Prozentpunkte tiefer ausfallen als im Vorjahr.

BAK Basel rechnet für das laufende Jahr mit einer realen Umsatzzunahme im Schweizer Detailhandel von 1 Prozent. Aufgrund der tieferen Verkaufspreise stagnierten die nominalen Umsätze jedoch im Vorjahresvergleich, heisst es weiter.

Das erwartete reale Umsatzplus von 1 Prozent verdanke der Detailhandel vor allem der unveränderten Nachfrage in den Segmenten Unterhaltungs- und Büroelektronik sowie Gesundheit, Körperpflege und Schönheit, begründet BAK Basel die Prognose. Kaum Wachstumspotenzial sieht die Forschungsstelle hingegen bei der Sparte Bekleidung und Schuhe.

Non-Food-Bereich wächst stärker

Im gesamten Non-Food-Bereich rechnet sie für 2011 mit einem realen Wachstum von 1,1 Prozent. Für den Nahrungsmittel-Bereich prognostiziert BAK Basel ein reales Umsatzplus von 0,9 Prozent.

Leicht optimistischer zeigen sich die Konjunkturforscher für 2012: "Die Ausgaben der Haushalte dürften wieder etwas stärker zulegen, was durch die gute Arbeitsmarktlage und die positiven Einkommensperspektiven begründet ist", schreiben sie.

Der preisbereinigte Detailhandelsumsatz dürfte demnach 2012 um 1,6 Prozent ansteigen. Nominal rechnet BAK Basel 2012 mit einem Umsatzplus von 2,3 Prozent.

Konsumenten profitieren

Während der starke Franken die Detailhändler vor Herausforderungen stellt, bringt er den Konsumenten auch Vorteile: Trotz steigender Rohstoffpreise erwartet BAK Basel für Körperpflege-Produkte oder Unterhaltungselektronik auch in den nächsten Monaten tiefere Preise.