Autoindustrie

Einigung über Katar-Einstieg bei VW und Porsche

Katar-Einstieg bei VW und Porsche

Katar-Einstieg bei VW und Porsche

Der Einstieg des Scheichtums Katar bei VW und Porsche ist perfekt. Die Beteiligungsgesellschaft Qatar Holding erwirbt 10 Prozent der Stammaktien der Holding-Gesellschaft Porsche SE aus dem Besitz der Familiengesellschafter.

Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten Ministerpräsident Scheich Hamad bin Dschassim bin Dschaber al-Thani sowie Porsche-Aufsichtsratschef und VW-Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Porsche und Aufsichtsratsmitglied Hans Michel Piëch in Stuttgart.

Zudem besiegelte der Scheich in Anwesenheit von Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger eine Vereinbarung, nach der sein Land Porsche einen Grossteil der Optionen auf VW-Aktion abkauft.

Das Emirat wird damit zum drittgrössten Aktionär bei Volkswagen nach den Familien Piëch und Porsche sowie dem Land Niedersachsen. Die Familien Porsche und Piëch haben damit erstmals in der Unternehmensgeschichte Stammaktien an der Porsche Holding an einen externen Investor abgegeben.

Wolfgang Porsche sagte dazu: "Das fällt mir nicht schwer, der Familie fällt es nicht schwer." Es sei eine "gute Entscheidung" und ein "historischer Tag".

Der Scheich sagte: "Der erste Grund für den Einstieg ist das Geldverdienen." Als Weitere Gründe nannte er gute Beziehungen zu Deutschland und den Transfer von Technologie in den Wüstenstaat, der sich für die Zeit nach dem Versiegen seiner Ölquellen rüsten will. Es gelte, den Wohlstand des Landes für die kommenden Generationen zu sichern.

Er sehe das Land als strategischen Partner des neuen Automobilkonzerns. "Porsche gehört zu den wertvollsten Automobilmarken der Welt." Sein Land wolle gemeinsam mit den Familiengesellschaftern dazu beitragen, "dass die Erfolgsgeschichte von Porsche auch in Zukunft gemeinsam mit Volkswagen fortgesetzt wird".

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