Zürich

Einigung im Streit um Lohndumping am Zürcher Hauptbahnhof

Einer der polnischen Arbeiter auf der Baustelle am HB Zürich

Einer der polnischen Arbeiter auf der Baustelle am HB Zürich

Im Streit um Lohndumping auf der Baustelle am Zürcher Hauptbahnhof hat sich die Gewerkschaft Unia mit der Winterthurer Brandschutz AG in der Nacht auf Lohnnachzahlungen in der Höhe von 700'000 Fr. geeinigt. Die Arbeiten sollen «per sofort» wieder aufgenommen werden.

Die Gewerkschaft Unia hat sich mit der Winterthurer Brandschutz AG in der Nacht auf Lohnnachzahlungen in der Höhe von 700'000 Franken geeinigt.

Wie die Unia, die AB Brandschutz AG und die SBB in einem Communiqué mitteilten, werden die betroffenen Arbeiter noch diese Woche 5000 Fr. pro Person erhalten. Der restliche Betrag werde den Arbeitern bis zum 6. November ausbezahlt.

Stundenlöhne unter 10 Franken

Unia hatte am Dienstagmorgen einen Teil der Arbeiten an der Grossbaustelle am Zürcher Hauptbahnhof stillgelegt, weil im künftigen unterirdischen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse bei Brandschutz- und Isolierarbeiten mehrere Polen zu unhaltbaren Bedingungen arbeiteten.

Gemäss Unia erhielten sie als scheinselbstständige Arbeiter im Auftrag von Subunternehmen Stundenlöhne von teilweise unter 10 statt über 30 Franken.

Unia ging es bei der Aktion nach eigenen Angaben nicht nur um diese Arbeiter und um diese Baustelle.

Denn es handle sich dabei um «ein Musterbeispiel, wie Schweizer Arbeitsbedingungen mit Subunternehmerketten systematisch unterlaufen werden», sagte Roman Burger von der Unia gemäss dem Communiqué.

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