Budgetiert hatte die Gemeinde Erlinsbach AG für 2008 noch einen Überschuss von 87 200 Franken, geblieben sind unter dem Strich noch ganze 320 Franken, bei einem Umsatz von 13,656 Millionen. Diese Bilanzsumme liegt um 4,38 Prozent unter dem Voranschlag. Das gegenüber dem Budget leicht schlechtere Ergebnis ist auf einen verminderten Steuereingang zurückzuführen.

Dieser ist mit Gesamteinnahmen von 9,026 Millionen Franken um 1,32 Prozent geringer als veranschlagt ausgefallen. Mindereinnahmen resultierten bei den Einkommens- und Vermögenssteuern, den Quellensteuern, Aktiensteuern und Grundstückgewinnsteuern. Der geringere Ertrag konnte immerhin zu einem grösseren Teil mit erheblichen Mehreinnahmen bei den Nach- und Strafsteuern sowie den Erbschafts- und Schenkungssteuern kompensiert werden.

Mehr Geld ausgegeben wurde für den Anschluss der Gemeindeliegenschaften an den Nahwärmeverbund Kretz, die Ausrichtung von materieller Hilfe an Bedürftige, den Besoldungsanteil der Lehrkräfte sowie Schulgelder an gewerblich-industrielle Berufsschulen. Dem gegenüber konnten Einsparungen erzielt werden beim Beitrag an die kaufmännische Berufsschule Aarau, bei den Defizitbeiträgen an Heime und Spitäler, den Zinsen für kurzfristige Schulden sowie den Lohnkosten für das Gemeindepersonal.

Mehr gebaut als kalkuliert

Der gesamte Personalaufwand beträgt 2,39 Millionen Franken (Budget 2,47 Mio.). Der Sachaufwand beziffert sich auf 2,017 Millionen (Budget 2,26 Mio.). Die vorgeschriebenen Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen stehen mit 2,167 Mio. zu Buche. Das Verwaltungsvermögen betrug Ende letzten Jahres 13,772 Mio., für Passivzinsen waren 529 807 Franken aufzuwenden. Die gesamten Investitionen betragen 5,8 Millionen Franken. Budgetiert waren 5,3 Mio. Franken. Belastet ist die Rechnung mit den bewilligten Projekten wie den Bauten im Areal Kretz (mit Arealaufwertung Nord und Süd), Neubau Einstellhalle Kalkhof, Beitrag an Transport-Fahrzeug Feuerwehr, die Sanierung des Flurwegnetzes oder das Kultur- und Begegnungszentrum Wygärtli.

Zunahme der Schuldenlast

Die langfristigen Schulden von Erlinsbach betrugen Ende 2008 rund 12 Millionen Franken und sind gegenüber dem Vorjahr um eine Million angestiegen. Die Nettoschulden total beziffern sich auf gut 9 Millionen 2606 Franken pro Einwohner. Zur Überbrückung war die Aufnahme von 2 Mio. Franken an kurzfristigen Mittel nötig. (pd/az)