Sudan

Ein Todesopfer bei Protesten gegen Anstieg der Brotpreise im Sudan

Im bettelarmen Sudan hat die Verdopplung der Brotpreise zu Protesten geführt, die mindestens ein Todesopfer forderten. (Symbolbild)

Im bettelarmen Sudan hat die Verdopplung der Brotpreise zu Protesten geführt, die mindestens ein Todesopfer forderten. (Symbolbild)

Bei Protesten gegen eine Verdopplung der Brotpreise im Sudan hat es am Sonntag gewaltsame Zusammenstösse zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Dabei kam eine Person ums Leben.

In der Stadt Geneina in der Krisenregion Darfur seien ein Student getötet und sechs weitere Menschen verletzt worden, teilte der Gouverneur von West-Darfur, Fadalelmola Al-Haja, mit. Mittlerweile habe sich die Lage aber beruhigt.

Ausser in Geneina und der Stadt Nyala in Darfur setzte die Polizei auch in der Hauptstadt Khartum und in Damazin in der Region Blauer Nil Tränengas gegen hunderte Demonstranten ein. In Khartum blockierten Demonstranten Strassen und zündeten Autoreifen an. Studenten warfen Steine an der Universität der Stadt auf Polizisten.

Die Regierung des nordostafrikanischen Landes hatte kürzlich beschlossen, die Getreideimporte der Privatwirtschaft zu überlassen. Seitdem verdoppelten sich in dem armen Land die Preise für Brot. Zu den Protesten am Sonntag hatten die Oppositionsparteien aufgerufen. 2016 hatte die Kürzung der Subventionen für Treibstoff im Sudan eine Protestwelle ausgelöst, die von der Regierung schnell niedergeschlagen wurde.

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