Der Image-Schaden für Novartis ist enorm. Der Beratervertrag mit Trump-Anwalt Michael Cohen wird von den Medien und der Öffentlichkeit scharf kritisiert. Zudem haben US-Politiker und die Schweizer Justizbehörden den Pharmakonzern ins Visier genommen.

 

Nach der überraschenden Wahl von Donald Trump wollte Novartis wie andere Firmen auch möglichst viel über die Absichten des Präsidenten erfahren. Der damalige Chef Joe Jimenez entschied dann offenbar mehr oder weniger im Alleingang, auf Michael Cohen zu setzen. Wieso er aber Cohen nicht genauer unter die Lupe nehmen liess, ist auch aus damaliger Sicht nicht verständlich. Schliesslich verfügt der Pharmakonzern nicht nur über eine grosse Rechtsabteilung, sondern auch über zahlreiche Kontakte im US-Politbetrieb.

Auch der einjährige Vertrag mit Cohen, der ihm 1,2 Millionen Dollar garantierte, mutet abenteuerlich an. Wieso Jimenez sich auf eine so unüblich hohe Summe einliess, wird wohl sein Geheimnis bleiben. 

Der neue Konzernchef Vas Narasimhan gelobt nun Besserung und will das Vertrauen in das Unternehmen wieder herstellen. Das wäre besser gelungen, hätte Novartis von Anfang alle Fakten auf den Tisch gelegt und nicht wie geschehen scheibchenweise.