Die Entlassung durch die Staatsanwaltschaft III sei erfolgt, weil im Falle des ehemaligen BVK-Anlagechefs keine Verdunkelungsgefahr mehr bestehe, heisst es in der Mitteilung. Der langjährige Anlagechef und BVK-Kadermitarbeiter sass seit dem 27. Mai in U-Haft.

Gemäss Oberstaatsanwaltschaft besteht weiterhin der dringende Verdacht, dass sich der weitgehend geständige Hauptangeschuldigte zwischen 1997 und 2010 wiederholt von verschiedenen Personen bestechen liess.

Die Staatsanwaltschaft geht von einer Bestechungssumme von 1,5 Millionen Franken aus. Der BVK-Anlagechef war in diesem Frühling verhaftet und danach von Regierungsrätin Ursula Gut (FDP) fristlos entlassen worden.

Mehrere Festnahmen

Zur politischen Aufarbeitung der BVK-Korruptionsaffäre hat der Zürcher Kantonsrat im September eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) eingesetzt. Zudem läuft neben der strafrechtlichen Untersuchung eine von Gut angeordnete zweigeteilte Administrativuntersuchung.

Neben dem BVK-Anlagechef waren mehrere Personen, darunter auch der Chef und Gründer der Beteiligungsgesellschaft BT&T Timelife, verhaftet worden. Ihm wurde vorgeworfen, in den Korruptionsfall involviert gewesen zu sein, was dieser jedoch bestritt. Laut seinem Sprecher Andreas Hildenbrand wurde der BT&T-Chef Mitte Juli wieder aus der Untersuchungshaft entlassen.

Wie die Oberstaatsanwaltschaft weiter mitteilte, sitzt derzeit noch eine Person in U-Haft. Mit Blick auf die laufenden Verfahren will die Staatsanwaltschaft keine weiteren Details zum Korruptionsfall bekannt geben. Die Oberstaatsanwaltschaft kündigte deshalb an, erst nach Abschluss der Strafuntersuchung wieder über das Verfahren zu informieren.