Eggenwil hat sich mit der Post gut arrangiert

Eggenwil hat sich mit der Post gut arrangiert

Walter Bürgi, Gemeindeschreiber in Eggenwil, setzte sich bei der Swisscom vehement dafür ein, dass die Gemeinde wieder eine neue öffentliche Sprechstelle erhielt. (Bild: Jörg Baumann)

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Walter Bürgi, Gemeindeschreiber in Eggenwil, setzte sich bei der Swisscom vehement dafür ein, dass die Gemeinde wieder eine neue öffentliche Sprechstelle erhielt. (Bild: Jörg Baumann)

Die Zeiten der alten PTT sind zwar vorbei. Doch in Eggenwil wurden trotz Abbauplänen von Post und Swisscom sämtliche Elemente des einstigen Angebots erhalten.

Nicht nur mit der Swisscom, die einer neuen Telefonzelle auf dem Dorfplatz zustimmte (siehe Artikel oben), fand die Gemeinde Eggenwil eine Einigung. Auch mit den Postautobetrieben wurde eine kundenfreundliche Lösung vereinbart. Auf der anderen Strassenseite traf die Gemeinde die notwendigen Vorbereitungen, damit ein Billettautomat für den Postautobetrieb installiert werden kann. «Morgen wird der Automat nicht kommen - aber vielleicht übermorgen», erklärt Gemeindeschreiber Walter Bürgi. Und er ergänzt: «Wir wollen auf diesen Fall vorbereitet sein.»

Gemeinde führt die Post

Auch die einheimischen Postkunden konnte Eggenwil zufrieden stellen. Als die Poststelle im Dorf geschlossen wurde, übernahm die Gemeindeverwaltung die Post-agentur und stellte die bisherige Poststellenleiterin Doris Wernli in einem 50-Prozent-Pensum an. 30 Prozent ihrer Arbeitszeit arbeitet Doris Wernli für die Post, 20 Prozent als Schulsekretärin.

«Eine Erfolgsgeschichte», konstatiert Bürgi, der sich für diese Patentlösung eingesetzt hat. «Die Kunden können zu uns auf die Gemeindeverwaltung kommen und gleichzeitig ihre Angelegenheiten bei der Post und bei der Gemeindekanzlei erledigen.»

Angebot wird rege genutzt

Und die Leute suchen die Poststelle fleissig auf. 57 Prozent gehen an den Postschalter, 32 Prozent an den Schalter der Gemeindeverwaltung und 11 Prozent beanspruchen die zwei angebotenen Dienstleistungen gleichzeitig. Bürgi ist stolz darauf, dass eine mittelgrosse Gemeinde wie Eggenwil mit knapp 900 Einwohnern ihrer Bevölkerung ein solches Dienstleistungsangebot machen kann. «Es stimmt also nicht, dass kleinere Gemeinden nicht leistungsfähig sind.» (BA)

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