Economiesuisse warnt vor «überschiessenden Konjunkturprogrammen»

Economiesuisse warnt vor Aktivismus

Economiesuisse warnt vor Aktivismus

Der Wirtschaftsdachverband economiesuisse warnt in der gegenwärtigen Rezession vor «Aktivismus» und «überschiessenden Konjunkturprogrammen». Nötig sei eine langfristig orientierte Wirtschafts- und Wachstumspolitik.

Die Schweiz dürfte die Fehler des Auslands nicht kopieren, warnte economiesuisse-Direktor Pascal Gentinetta an einer Medienkonferenz in Zürich. Viele politisch erzwungene Konjunkturprogramme verpufften oder seien gar kontraproduktiv, wenn sie ungezielt, verspätet oder strukturerhaltend ausgerichtet seien.

Das stufenweise Vorgehen des Bundesrats sei richtig. "Die Aushebelung der Schuldenbremse, die zur Uferlosigkeit nach ausländischem Muster führt, wird von uns entschieden bekämpft", sagte Gentinetta gemäss Redetext.

Entscheidender als Konjunkturprogramme sei insbesondere für die Export-Wirtschaft sowie die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ein weiterhin ungestörter Zugang zu Kapital. Zudem müssten protektionistische Tendenzen in der Schweiz wie international vehement bekämpft werden.

Verbandspräsident Gerold Bührer kritisierte, dass die Schweiz trotz ihrer Zugeständnisse beim Bankkundengeheimnis auf "eine nach willkürlichen und fragwürdigen Kriterien zusammengestellten grauen Liste" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erscheine. Das sei inakzeptabel.

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