Damit zeigt sich Economiesuisse ein klein bisschen optimistischer: Bisher hatte der Dachverband ein Plus von 2,2 Prozent vorhergesagt. Für das nächste Jahr geht der Wirtschaftsdachverband von einem BIP-Wachstum von 2,0 Prozent aus.

Damit befindet er sich in guter Gesellschaft. Die meisten Konjunkturauguren rechnen für heuer mit einem Wirtschaftswachstum von 2 bis 2,2 Prozent. Am optimistischsten zeigt sich die Ökonomen von Raiffeisen, die einen Anstieg von 2,6 Prozent prognostizieren.

Die Konjunkturaussichten seien solide, aber ohne Euphorie, schreibt Economiesuisse in einem Communiqué. Während Europa aus der Rezession heraus zu leichtem Wachstum finde und die US-Wirtschaft sich stärker zeige, verliere Asien deutlich an Schwung.

"Die Schweiz profitiert davon, dass ihre Exportwirtschaft weltweit breit abgestützt ist und das Wachstum dort mitnehmen kann, wo es stattfindet", schreibt Economiesuisse. Trotz starkem Franken und anspruchsvollen Märkten dürften die Exporte in diesem und im nächsten Jahr deutlich zulegen.

Kräftiges Exportwachstum

Economiesuisse geht von einem Exportwachstum von 4,5 Prozent im laufenden Jahr und von 4,0 Prozent im 2015 aus. Damit würde sich das Tempo gegenüber dem Vorjahr verdoppeln. Damals waren die Ausfuhren lediglich um 2,0 Prozent gewachsen, was der tiefste Stand seit Jahren gewesen war.

"Besonders dynamisch entwickeln sich die Uhrenindustrie, die Kunststoff- und die chemisch-pharmazeutische Industrie", schreibt Economiesuisse. Auch die Ausfuhren der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie würden deutlich wachsen. Und seit kurzem stiegen auch die Exporte der Textilindustrie wieder.

Parallel dazu zögen auch die Importe an, die als Vorleistungen für die Exportprodukte benötigt würden. "Die Importe für die Binnenwirtschaft profitieren ihrerseits vom stabilen Konsum der privaten Haushalte."

Insgesamt rechnet Economiesuisse mit einem Importwachstum von 3,9 Prozent für dieses Jahr und 3,7 Prozent für das nächste Jahr. 2013 hatten die Importe nur um 1,6 Prozent zugelegt.