Luftverkehr

EasyJet verdreifacht Gewinn - erstmals Dividende angekündigt

Zwei Maschinen von Easy Jet auf dem Flughafen Genf

Zwei Maschinen von Easy Jet auf dem Flughafen Genf

Der britische Billigflieger Easyjet hat seine ehrgeizige Prognose eingehalten und den Vorsteuergewinn im Geschäftsjahr 2009/2010 (per Ende September) über die Grenze von 150 Mio. Pfund (327 Mio. Franken) geschraubt.

Der Vorsteuergewinn sei auf vergleichbarer Basis auf 188,3 Mio. Pfund von 43,7 Mio. Pfund im Vorjahr gestiegen, teilte EasyJet am Dienstag mit. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 11,5 Prozent auf 2,9 Mrd. Pfund. "Das war ein solides Jahr für Easyjet", sagte die neue Easy-Jet-Chefin Carolyn McCall in London.

Wie alle anderen Fluggesellschaften habe Easyjet 2010 nicht nur unter Streiks und Wettereinflüssen, sondern vor allem unter der Wolke aus Vulkanasche gelitten, die zu einem tagelangen Flugverbot im Frühjahr geführt hatte. Die daraus resultierenden Einnahmeausfälle und Folgekosten hätten sich bei Easyjet auf 57 Mio. Pfund addiert, sagte McCall.

McCall kündige den Ausbau der Flotte an. Bis 2013 sollen 220 Maschinen für Easyjet fliegen, derzeit sind es 196. Ferner wolle sich Easyjet mit zusätzlichen Städteverbindungen und einem neuen flexiblen Tarif, der in den nächsten Wochen erprobt werden soll, stärker als bisher auf Geschäftsreisende konzentrieren.

Mehr Passagiere auch in der Schweiz

Insgesamt transportierte die Fluggesellschaft im Geschäftsjahr 2009/10 per Ende September 48,8 Mio. Passagiere. Das waren fast acht Prozent mehr als im Vorjahr. Im Schweizer Markt waren es 6,3 Mio. Passagiere, wie Thomas Haagensen, Chef der Region Norderuopa, gegenüber der SDA sagte. Das ist eine Zunahmen von über 10 Prozent.

EasyJet Schweiz hat zudem die Flotte von 12 auf 15 Flugzeuge ausgebaut. Von Genf oder Basel aus werden inzwischen 20 Routen mehr angeboten als noch vor einem Jahr. In Zukunft will EasyJet von diesen beiden Städen aus die Anzahl Flüge nach Rom verdoppeln und öfters nach Paris, London und Barcelona fliegen. Auch für die ab Dezember geplanten Flüge nach Tel-Aviv gäbe es bereits eine starke Nachfrage, sagte Haagensen weiter.

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