Wirtschaft

Easyjet fliegt bald wieder ab Genf – Zürich und Basel müssen auf Rückkehr des Billigfliegers warten

Bleibt vorerst ein Bild vergangener Tage: Ein Easyjet-Flugzeug am Euroairport Basel-Mulhouse.

Bleibt vorerst ein Bild vergangener Tage: Ein Easyjet-Flugzeug am Euroairport Basel-Mulhouse.

Nach der Coronakrise fährt Easyjet ab Mitte Juni den Betrieb wieder hoch. Vorerst will sich der Billigflieger jedoch auf Verbindungen in seiner Heimat Grossbritannien konzentrieren sowie auf Linien in Frankreich und ab Genf.

(sat/dpa) Konkret sollen ab dem 15. Juni insgesamt 22 Flughäfen wieder bedient werden, darunter London-Gatwick, Edinburgh, Glasgow und Belfast in Grossbritannien oder Paris, Nizza sowie Bordeaux in Frankreich. Aus Genf seien ab diesem Zeitpunkt Flüge nach Lissabon und Porto in Portugal sowie Barcelona in Spanien geplant. Damit ist auch klar, dass die Flughäfen Euroairport in Basel-Mulhouse und Zürich vorerst weiter zuwarten müssen um wieder ins Netz von Easyjet aufgenomen zu werden. In Genf und Basel gilt Easyjet als Nummer eins unter den Airlines.

Easyjet-Chef Johan Lundgren spricht in der Mitteilung vom Auffahrts-Donnerstag von «kleinen, vorsichtig geplanten Schritten» zum Neustart. Zugleich kündigte die Airline zusätzliche Sicherheitsmassnahmen wegen der Coronakrise an. So sollen beispielsweise Passagiere, Besatzung und das Bodenpersonal auf den Flügen künftig Masken tragen müssen.

Schweiz liess Easyjet bei Coronabürgschaften abblitzen

Anders als die Lufthansa-Tochter Swiss und die Schweizer Fluggesellschaft Edelweiss hat die Schweizer Tochtergesellschaft Easyjet Switzerland von der Schweiz keine Coronabürgschaft erhalten. Dies weil nicht sicher sei, dass eine allfällige Unterstützung durch den Staat im Land bliebe. Zudem könne sich das Unternehmen auch über sein britisches Mutterhaus finanzieren oder einen normalen Coronakredit beantragen, hiess es. Easyjet Switzerland kritisierte diesen Entscheid. Das Unternehmen beschäftige in der Schweiz beispielsweise allein in Genf und Basel 1000 Mitarbeiter mit Schweizer Verträgen.

Easyjet ist derzeit allerdings nicht nur von der Coronapandemie getroffen, sondern auch von einem Hackerangriff. Unbekannte haben sich Zugang zu E-Mail-Adressen und Reisedetails von etwa neun Millionen Kunden verschafft, wie erst am Dienstag bekannt geworden war. Es soll bislang keine Hinweise darauf geben, dass die Infos missbraucht wurden. Bei über 2200 Kunden wurde laut Easyjet auf Daten von Kreditkarten zugegriffen.

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