Energie

E.ON brechen wegen Atomausstieg Gewinne weg

Schwere Zeiten ohne Atomstrom: Gas-Kombi-Kraftwerk von E. ON (Archiv)

Schwere Zeiten ohne Atomstrom: Gas-Kombi-Kraftwerk von E. ON (Archiv)

Der deutsche Energiekonzern E.ON kämpft nach dem Atomausstieg mit stark sinkenden Gewinnen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel in den ersten neun Monaten 2011 um 39 Prozent auf 6,6 Mrd. Euro gefallen.

Dabei seien die Erlöse sogar um etwa ein Fünftel auf rund 78 Mrd. Euro gestiegen, teilte der grösste deutsche Versorger am Mittwoch mit. Doch die vorzeitige Abschaltung der Atomkraftwerke Isar 1 und Unterweser und die Brennelementesteuer belasteten das Ergebnis mit rund 2,3 Mrd. Euro.

Auch Probleme im Gasgeschäft

Zudem habe das Gashandelsgeschäft um 800 Mio. Euro schlechter als im Vorjahr abgeschnitten. Die Sparte leidet darunter, dass E.ON Lieferanten wie Gazprom nach den langfristig abgeschlossenen Verträgen noch hohe Preise zahlen muss, während die eignen Kunden nur die inzwischen gefallenen Spotmarktpreise berappen wollen.

Vorstandschef Johannes Teyssen reagiert mit massiven Stellenstreichungen. Konkrete Pläne will er im Dezember vorstellen. Der Manager will bis spätestens 2015 die beeinflussbaren Kosten von 11 Mrd. auf 9,5 Mrd. Euro reduzieren.

Hierzu will Teyssen auch bis zu 11'000 der weltweit 79'000 Stellen streichen. Die Konzernleitung solle gestrafft, das Deutschlandgeschäft neu ausgerichtet und die Gas- und Handelseinheiten in eine Gesellschaft zusammengeführt werden.

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