Duros für die Armee stehen still

Die Serienproduktion der Duro 1-Fahrzeuge für die Schweizer Armee ist ins Stocken geraten. Grund sind Lieferengpässe beim Motorenhersteller

Stefan Borkert
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Die Duro1-Fahrzeuge für die Schweizer Armee müssen auf Motoren warten. Bild: PD

Die Duro1-Fahrzeuge für die Schweizer Armee müssen auf Motoren warten. Bild: PD

Nachdem die Kreuzlinger GDELS-Mowag im Oktober die Lieferkapazität auf die geplanten 48 Duro 1 WE Fahrzeuge pro Monat hochgefahren hat, stockt aktuell die Serienproduktion aufgrund von Lieferengpässen beim ausländischen Motorenlieferanten. GDELSMowag arbeite mit Hochdruck daran, die Verzögerungen im gesamten Produktionsprozess zu regeln, heisst es in einem Communiqué der Mowag. Insgesamt seien mehr als 170 Partnerunternehmen in der ganzen Schweiz involviert. Bislang seien bereits 215 Duro 1-Fahrzeuge der Armee übergeben worden, heisst es weiter. Im Dezember 2018 werden weitere 25 Fahrzeuge folgen. Die volle Produktion soll nach Klärung der angespannten Liefersituation der Motoren im Januar 2019 wieder möglichst rasch hochgefahren werden, so Mowag-Sprecher Pascal Kopp. Auf die Terminierung und die Kosten der gesamten Lieferung von total 2220 Fahrzeuge hätten diese temporären Verzögerungen aber keinen Einfluss.

2015 hatte das Eidgenössische Parlament die Werterhaltung von 2220 Mannschaftstransportern Duro 1 WE genehmigt. Die Serienproduktion begann im September 2017 und bis Ende November werden die ersten 215 Duros von GDELS-Mowag an die Schweizer Armee geliefert. Das Werterhaltungspaket des Duro umfasst die Sanierung des Grundfahrzeuges, einen neuen Motor inklusive Partikelfilter, eine neue Fahrzeugelektrik und -beleuchtung, die Überarbeitung der Bremsanlage, die Integration eines Antiblockiersystems (ABS) und eines elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP) sowie einen neuen Mannschaftsaufbau mit integriertem Überrollschutz und ein Vier-Punkte-Gurtesystem für die zu transportierenden Personen.