Der Stromkonzern Axpo verlangt eine neue CO2-Abgabe auf fossil erzeugten und damit dreckigen Strom aus dem Ausland. Damit will er die Schweizer Wasser- und Atomkraftwerke retten. Gegenüber der "SonntagsZeitung" sagt Axpo-Chef Andrew Walo, das Modell könnte bereits 2021 eingeführt werden.

Der Strompreis für Firmen und Privatbezüger würde gemäss Schätzungen der Axpo um rund fünf Prozent steigen, was etwa 500 bis 600 Millionen Franken pro Jahr ausmacht. Eine Durchschnittsfamilie müsste rund 60 Franken pro Jahr mehr bezahlen.

Grosser Profiteur: Atomkraftwerke

Gemäss der Axpo würde das Modell den Stromproduzenten Geld für Investitionen in den Unterhalt oder den Bau von Kraftwerken verschaffen.

Das Modell verletzt gemäss Axpo internationales Handelsrecht nicht und ist EU-kompatibel. Atomkraftwerke würden stark profitieren. Das ist aus Sicht von Walo sinnvoll

Das Volk habe mit seinem klaren Nein zur Atomausstiegsinitiative klar gemacht, dass es aus seiner Sicht die heutigen Kernkraftwerke für die sichere Stromversorgung weiterhin brauche. «Dann ist es nur logisch, dass die Politik einen Rahmen setzt, in dem wir die Anlagen wirtschaftlich betreiben können», sagt Walo.