Kommentar

Dreamliner: Ungemütliche Pannenserie bei Boeings Problemflieger

Dreamliner von Boeing (hier in Zürich, Archiv)

Dreamliner von Boeing (hier in Zürich, Archiv)

«Meine Damen und Herren, wir haben ein technisches Problem, das uns die Fortsetzung des Flugs verunmöglicht»: So lautet die Standardansage, wenn unterwegs eine Cockpitscheibe Risse bekommt oder ein Kurzschluss die Bordelektrik lahmlegt.

Solche Worte mussten die Passagiere in Boeing-787-Dreamliner-Modellen in den letzten Tagen zu oft hören. Medien sprechen von einer Pannenserie, zwei Fluggesellschaften legen ihre Flugzeuge still.

Solche Pannen gehören eigentlich zum Alltag. Und wer seinerzeit als einer der ersten Passagiere mit dem 747er-Jumbo, der 777er von Boeing oder dem A380 von Airbus fliegen wollte, musste oft mit einer kleineren Ersatzmaschine abheben - «wir bedauern den technischen Defekt» hiess es dann immer. Erst nach zwei, drei Jahren sinkt die Pannenhäufigkeit.



Bisher gab es unterschiedliche Pannen beim Dreamliner. Erst das zweite Batterieproblem in der Nacht auf gestern ist für die Aufsichtsbehörden ein Warnsignal. Boeing hat Lithium-Ionen-Batterien in das Geräteabteil unter dem Cockpit eingebaut. Nur: Seit fünf Jahren dürfen solche Akkus von Passagieren auf Flügen in die USA nicht mehr lose im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. Zuvor waren Notebooks in Flugzeugkabinen nach Batterieproblemen in Flammen aufgegangen.

Boeing hat die Chance, jetzt rasch zu reagieren - bevor die Medien aus dem Dreamliner einen Angstflieger machen.

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