Gemäss der Stärken-Schwächen-Analyse, welche am Donnerstag zum ersten Mal vorgestellt wurde, finden sich die Kantone Graubünden, Wallis und Jura ganz am unteren Ende der Skala und weisen eine geringe Wettbewerbsfähigkeit auf. Das Schlusslicht bildet nach dem Urteil der UBS-Wirtschaftsexperten der Kanton Uri.

In die Untersuchungen der UBS-Ökonomen spielten eine Reihe von Faktoren eine Rolle. So nahmen die Wirtschaftsstruktur, die Unternehmen, die Standortqualität, die Zusammensetzung der Bevölkerung und die von Politik und Verwaltung bestimmten Rahmenbedingungen, vor allem die finanziellen, unter die Lupe.

Im grossen Mittelfeld fällt auf, dass Kantone mit grösseren Städten oder der Nähe zu grosses Agglomerationen tendenziell auch eine höhere Wettbewerbsfähigkeit haben. Jenes Segment der Rangliste, dem die UBS eine "hohe" Wettbewerbsfähigkeit attestiert, bilden Aargau, Basel-Land, Luzern und Nidwalden.

Eine "solide" Situation trafen die Experten in Genf, Waadt, Schwyz, und Bern an. Ebenfalls in dieser Kategorie, aber mit tendenziell schlechteren Noten, sind St. Gallen, Freiburg, Schaffhausen, Thurgau, Solothurn, Appenzell-Ausserrhoden und Obwalden. "Moderate" Chancen bieten die Bedingungen in Neuenburg, Glarus, im Tessin und in Appenzell-Innerrhoden.

Der "Kantonaler Wettbewerbsindikator" (KWI) genannte Report will die UBS von nun an einmal pro Jahr herausgeben. Die Bank will damit aufzeigen, was für ein Potenzial die Kantone angesichts eines wachsenden internationalen Wettbewerbs für eine wirtschaftliche Weiterentwicklung haben.