Für 2011 veranschlagt der IWF neu ein Wachstum der Weltwirtschaft von 4,3 Prozent. Grösster Wachstumstreiber sei China mit einem Plus von 10 Prozent in diesem und 9,7 Prozent im nächsten Jahr. Die weltweit grösste Volkswirtschaft, die der USA, wird dem Fonds zufolge in diesem Jahr 2,7 Prozent und im nächsten 2,4 Prozent zulegen.

Damit stellt sich die weltwirtschaftliche Erholung kräftiger dar als noch vor wenigen Monaten erwartet. Allerdings werde die Entwicklung regional betrachtet sehr unterschiedlich ausfallen, mahnte der Währungsfonds.

Hauptfaktor hinter der Erholung seien die milliardenschweren Konjunkturprogramme in den grossen Industrie- und Schwellenländern. Der Fonds warnte davor, von diesen zu schnell Abschied zu nehmen. Auf kürzere Sicht brauche die Konjunktur diesen Impuls noch, denn noch sei der Aufschwung nicht selbsttragend.

Die Industrieländer insgesamt sollten 2010 um 2,1 Prozent und 2011 um 2,4 Prozent wachsen. Gemessen an früheren Zeiten bleibt das Tempo der Erholung in diesen Ländern aber relativ moderat. Eine Prognose für die Schweiz machte der IWF nicht.

Für die Schwellen- und Entwicklungsländer rechnet der IWF mit weitaus mehr Wachstum. Es sollte im laufenden Jahr bei 6,0 Prozent und im nächsten bei 6,3 Prozent liegen. Neben China werde auch Indiens Wirtschaft mit Raten von jeweils nur wenig unter 8 Prozent der Weltwirtschaft Impulse geben.