41 Prozent der 16- bis 64-Jährigen in der Schweiz spielen Computer-Games. Das Durchschnittsalter der Gamer beträgt 35 Alter. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos Media hervor, die der Branchenverband Swiss Interactive Entertainment Association (SIEA) am Dienstag an einer Medienkonferenz präsentiert hat.

Als „Gamer" werden in der Studie Menschen bezeichnet, die angegeben haben, in den letzten 12 Monaten einmal ein Computerspiel gespielt zu haben. Das erklärt, warum der Anteil jener Menschen in der Schweizerbevölkerung, die „sich für Games zu interessieren", bedeutend geringer ist, nämlich 26 Prozent. In Schweden sind es fast 40 Prozent.

Rückgagn von physischen Datenträgern

Nur gerade 15 Prozent aller Schweizer nutzen noch Games, die auf physischen Datenträgern wie DVD oder Blu-Ray gekauft worden sind und entweder auf Spielkonsolen oder am PC gespielt werden. Bedeutend grösser ist die Anzahl der Spieler, die auf einem mobilen Gerät wie einem Smartphone oder einem Tablet spielt, nämlich 72 Prozent aller spielenden Schweizer. Das ist so viel wie in keinem anderen europäischen Land.

Die Verlagerung von den physischen Datenträgern zu Online- und Mobile Games zeigt sich auch in den Absatzzahlen, welche der SIEA präsentiert hat. Der Umsatz mit Games auf physischen Datenträgern und Spielkonsolen ging von 297 Millionen im Jahre 2011 auf 230 Millionen im Jahre 2012 zurück. Das entspricht einer Umsatzeinbusse von 22 Prozent. Nicht erfasst sind dabei die Spiele welche online als Download gekauft worden sind. So lässt sich nicht eruieren, ob der Rückgang von v physischen Datenträgern mit Online-Verkäufen wettgemacht werden kann.

Warten auf neue Konsolen

Gemäss einer 2012 veröffentlichten Studie des Marktforschungsinstituts PricewaterhouseCoopers (PwC), die auch Online-Verkäufe berücksichtigt, ist dies der Fall. Der Game-Markt soll in der Schweiz jährlich total sogar um 5,4 Prozent steigen. Da hier auch Online-Verkäufe berücksichtigt werden, soll der Umsatz 2016 531 Millionen Franken betragen.

Einen Aufschwung erhofft sich die Game-Branche nun von der neuen Konsolen-Generation. Zu erwarten ist, dass dieses Jahr Sony und Microsoft neue Spielkonsolen vorstellen werden, sind doch die derzeitigen Modelle, die Xbox 360 und die Playstation 3, bereits 8 respektive 7 Jahre auf dem Markt. Zudem haben bereits der Grafikhersteller Nvidia und der Game-Vertrieb Valve, der die Online-Plattform Steam betreibt, eigene Konsolen angekündigt. Die letzten November eingeführte Konsole Wii U von Nintendo, dürfe auf die letztjährigen Umsatzzahlen der Schweiz noch kaum einen Einfluss gehabt haben, weil sie hierzulande nur in einer limitierten Stückzahl auf den Markt kam. (RAS)