Noch früher setzt die Konjunkturforschungsstelle BAK Basel den Wendepunkt an: «Das dritte Quartal markiert das Ende der seit Herbst 2008 währenden Rezession der Schweizer Wirtschaft», meldet sie. «Es ist sehr gut möglich, dass wir schon seit dem dritten Quartal die Rezession hinter uns haben», sagt auch Jan-Egbert Sturm von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich. Trotz der positiven Zeichen warnt er aber vor zu grosser Euphorie: «Der Mehrheit der Bevölkerung wird noch eine schwierige Zeit bevorstehen. Ein Grossteil der Krise wird erst noch bei ihr ankommen.» Konkret: Die Arbeitslosigkeit wird bis weit ins nächste Jahr hinein zunehmen, die Löhne bleiben unter Druck, und ein Grossteil der Binnenwirtschaft hat die Krise noch vor sich. Claude Maurer von der Credit Suisse drückt es so aus: «Rein technisch ist die Rezession zu Ende. Aber die gefühlte Rezession wird noch andauern. Erst wenn die Unternehmen nicht mehr auf die Kostenbremse stehen, sondern wieder Leute einstellen und investieren, ist die Krise wirklich vorbei.» Maurer rechnet damit, dass es frühestens im Sommer 2010 soweit ist. Im schlimmsten Fall spüre die breite Bevölkerung aber erst im Jahr 2011 oder 2012 wirklich den Aufschwung.