Die Summe von 564 Milliarden Franken stellt in der 25-jährigen Geschichte des Rankings einen neuen Rekord dar. Im Vergleich zum Vorjahr sind die 300 Superreichen um rund 52 Mrd. Franken reicher geworden, schreibt die «Bilanz» in ihrer Spezialausgabe. Das entspreche einem Zuwachs von 10 Prozent.

Mit dem neuen Rekordstand ist gleichzeitig der Vorkrisen-Höchststand erstmals übertroffen worden. Die Finanzkrise hatte 2008 auch das Vermögen der Reichsten beträchtlich schrumpfen lassen.

Aktien, Immobilien, Luxus

Der jüngste, markante Vermögenszuwachs ist hauptsächlich auf wohlgesinnte Aktienmärkte, steigende Immobilienpreise und eine starke Nachfrage nach Luxusgütern zurückzuführen, bilanziert das Wirtschaftsmagazin.

1989 veröffentlichte die «Bilanz» das Ranking zum ersten Mal und führte damals bloss die «Top 100» auf; diese vereinigten damals 66 Mrd. Franken Vermögen auf sich. Inzwischen besitzen die drei Reichsten in der Schweiz mehr als vor 25 Jahren alle 100 Reichsten zusammen.

Würde das Vermögen der 300 Reichsten auf die Bevölkerung aufgeteilt, erhielte jeder Einwohner der Schweiz 70 200 Franken.

Ikea ungeschlagen auf Platz 1

Zuoberst auf der Liste der Gut-Betuchten steht zum zwölften Mal in Folge die Familie von Ingvar Kamprad, dem Gründer des schwedischen Möbelhauses Ikea, der jüngst in seine Heimat zurückgekehrt ist. Nach wie vor in der Schweiz wohnhaft sind seine drei Söhne. Die Familie besitzt ein Vermögen zwischen 41 und 42 Milliarden Franken.

Auf Platz zwei folgen neu die Basler Familien Hoffmann und Oeri, die den Pharmakonzern Roche kontrollieren und vom Höhenflug seiner Wertpapiere profitieren. Ihr Vermögen wird auf 22 bis 23 Milliarden Franken geschätzt. Die Familien verdrängen den letztjährigen zweitplatzierten Jorge Lemann auf Platz drei.

Der Brasilianer mit Schweizer Wurzeln hält ein Vermögen zwischen 20 bis 21 Milliarden Franken. Auch bei ihm hat sich der Aktienmarkt als Wohlstandsquelle entpuppt: Lemanns Beteiligung am weltgrössten Bierkonzern Anheuser-Busch machte ihn dank der Hausse um 3 Milliarden Franken reicher.

Die Produkte der Familie Liebherr, die reichste im Kanton Aargau, ist eigentlich auf jeder Baustelle präsent: Sie verdient ihr Geld unter anderem mit Baumaschinen und Kränen. Im letzten Jahr spielte man bei einem Umsatz von 11 Milliarden Franken einen Gewinn von 663 Millionen ein.

«C & A zieht alli a», heisst es in der Werbung. Die Familie Brenninkmeijer besitzt nicht nur diese Kleiderkette, sondern auch noch Immobilien.

Die Familie Mathys verdankt ihr Vermögen dem Verkauf der Osteosynthesesparte ihrer Medtech-Firma. Im letzten Jahr erwirtschafteten die 483 Mitarbeitenden einen Umsatz von 118 Millionen Franken. (SDA/Nik)