Diese erste Schätzung könne allerdings zu einem späteren Zeitpunkt noch korrigiert werden, teilte Eurostat weiter mit. Die Werte lägen weit über der Marke von zwei Prozent, bei der die Europäische Zentralbank (EZB) die Preisstabilität gewahrt sieht. Stärker hätten die Konsumentenpreise zuletzt im Oktober 2008 zugelegt, als die Inflation 3,2 Prozent betragen hatte.

Nach Ansicht von Wirtschaftsexperten hat insbesondere ein kräftiger Anstieg bei den Benzin- und Heizölpreisen den Preisauftrieb bewirkt. So liege etwa der Ölpreis noch immer 20 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ausserdem hätten Sonderfaktoren wie die Erhöhung der Mehrwertsteuer in Italien die Preise nach oben gezogen.

Gemäss den Prognosen der EZB dürfte die Teuerung auch in den kommenden Monaten deutlich über zwei Prozent verharren. Im Jahr 2012 werde sie dann aber wegen der erwarteten Entspannung der Ölpreise wieder unter die 2-Prozent-Marke fallen, heisst es im jüngsten Monatsbericht der europäischen Notenbank.