Zypern-Krise

Die Börsen reagieren kaum auf das Scheitern des Rettungsplans

Sogar ein kleines Plus: Die Börse in Hojngkong reagierte kaum auf das Scheitern des Zypern-Rettungsplans

Sogar ein kleines Plus: Die Börse in Hojngkong reagierte kaum auf das Scheitern des Zypern-Rettungsplans

Keine Spur von Panik an den europäischen Aktienindizes: Vor Handelseröffnung liegen die Futures auf die europäischen Aktienindizes im Plus. Die Börsen in Fernost reagieren uneinheitlich auf das Scheitern des Rettungsplans für Zypern.

Keine Spur von Panik an den europäischen Aktienindizes: Vor Handelseröffnung liegen die europäischen Aktienindizes in der Pluszone. Der aus den indikativen Preisen berechnete vorbörsliche deutsche DAX-Index lag um 8.15 Uhr 0,4 Prozent vorne.

Der MDax-Index, in dem die mittelgrossen deutschen Werte zusammengefasst sind, festigte sich gegenüber dem Vorabend um 0,3 Prozent.

Ebenfalls um 0,3 Prozent höher liegt die Indikation für den EuroStoxx-50-Index, der die europäischen Blue Chips umfasst. Auch der Dollar zeigte sich im europäischen Frühhandel gegenüber dem Euro kaum verändert. Für den SMI liegt die Indikation im Rahmen der europäischen Indizes: Der Schweizer Leitindex tendiert vorbörslich 0,3 Prozent fester.

Zuvor hatten die Börsen in Fernost wenig verändert auf den gescheiterten Rettungsplan in Zypern reagiert.
Arbeit hinter den Kulissen

Die Ruhe an den Märkten kontrastiert mit der Hektik hinter den Kulissen. So wird heute das Thema dominieren, wie es in Zypern weiter gehen soll, wann die Banken wieder öffnen und wie Banken auf einen möglichen Ansturm der Sparer reagieren sollen, wenn diese ihre Guthaben abheben möchten. Zur Debatte stehen laut der zyprischen Notenbank auch Kapitalverkehrskontrollen, um zu verhindern, dass zu rasch zu viel Geld aus dem Land abgezogen wird.

Auch in Asien ruhig

Der erste Markttest für den gescheiterten Rettungsplan für Zypern erfolgte letzte Nacht in Fernost: Die Börse in Tokio war aufgrund eines lokalen Feiertags geschlossen.

Der Straits-Times-Index der Börse von Singapur büsste 0,3 Prozent ein und in Hongkong ging der Hang Seng-Index mit einem Plus von 0,7 Prozent in den Feierabend. Der breit gefasste MSCI-Asia-Pacific-Index ex Japan, der die ganze Region abdeckt, veränderte sich nicht.

Laut Kommentatoren waren die Reaktionen an den Aktienbörsen zurückhaltend, weil Investoren weiter mit einer Lösung rechnen. Die Zurückweisung des Vorschlags durch das Parlament in Nikosia erfolgte während der Handelszeit an den fernöstlichen Märkten.

Beruhigend habe laut Marktkommentatoren der Umstand gewirkt, dass die Europäische Zentralbank EZB umgehend die Bereitstellung ausreichender Liquidität angekündigt hat.

Hoffnung vor weiteren Treffen

Investoren erhofften sich gegen Handelsende weitere Nachrichten von einem Besuch des zyprischen Finanzministers in Moskau. Zyperns Präsident Nicos Anastasiades wird die Führer der im Parrlament vertretenen Parteien heute Morgen treffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Ebenfalls kaum Reaktionen gab es von den Devisenmärkten. Diese sind rund um die Uhr zwischen Sonntagnacht mitteleuropäischer Zeit bis Freitatgabend Mitternacht geöffnet und gelten als das sensibelste Barometer für wirtschaftspolitische Verwerfungen.

Der Euro ging in Fernost gegenüber dem US-Dollar zunächst mit 1,2855 etwas schwächer in den Handel, festigte sich aber bis zur Marktöffnung in Europa kurz vor 8 Uhr morgens auf 1,2888 gegenüber dem Dollar.

Auch gegenüber dem japanische Yen festigte sich der Euro. Gegenüber dem Franken gab es kaum Veränderungen. Die Schweizerische Nationalbank hält den Kurs über 1.20 Franken. Am Mittwochmorgen stand die Gemeinschaftswährung bei 1.2205, nachdem sie in Asien noch zu 1.2188 gehandelt worden war.

Goldpreis steigt (ein wenig)

Um 0,6 Prozent stärker zeigt sich der Goldpreis in Hongkong. Die Future-Preise, die einige Dollar von den Londoner Fixing-Preisen abweichen können, liegen bei 1614 Dollar pro Unze.

Im Schlepptau des Goldes festigte sich auch das Silber um 0,3 Prozent. Palladium brach um 4 Prozent ein, Platin verbilligte sich um 1,4 Prozent. Diese beiden Edelmetalle weisen im Gegensatz zum Gold eine starke industrielle Nachfragekomponente auf.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1