Wirtschaft

Die Bank Julius Bär ist in der Krise profitabler geworden

Die Bank Julius Bär profitierte im dritten Quartal von einem Anstieg der Kundentätigkeit, verlor aber in Italien weiterhin Geld. (Symbolbild)

Die Bank Julius Bär profitierte im dritten Quartal von einem Anstieg der Kundentätigkeit, verlor aber in Italien weiterhin Geld. (Symbolbild)

Die italienische Vermögensverwaltung Kairos belastet die Bilanz der Julius Bär: Sie schreibt 190 Millionen Franken ab. Eine Auswahl von Kairos-Managern übernimmt 30 Prozent der Aktien.

(wap) Ende September habe Kairos noch fünf Milliarden Franken an Vermögen verwaltet, schreibt Julius Bär am Montag in einer Mitteilung. Damit habe sich der Abfluss von Geldern aus der italienischen Vermögensverwaltung etwas abgeschwächt. Dennoch seien weitere Abschreibungen nötig. Im Finanzergebnis 2020 werde sich dies mit 190 Millionen Franken niederschlagen, so die Mitteilung. Von einem Verkauf von Kairos sei die Julius Bär abgerückt, allerdings übernehme «eine ausgewählte Anzahl wichtiger Investment-Manager von Kairos» 30 Prozent der Kairos-Aktien.

Insgesamt befinde sich Julius Bär jedoch in einer guten Situation. Im dritten Quartal 2020 habe sich der erfreulich Geschäftsgang des ersten Halbjahrs fortgesetzt. Dank gleichzeitigen Kostensenkungen habe sich die Profitabilität signifikant verbessert. Die Kapitalausstattung sei nach wie vor stark, die Bilanz liquid und solid.

Dividende: Zweite Tranche wird ausgeschüttet

Ende September verwaltete Julius Bär demnach 413 Milliarden Franken an Vermögen, dies entspricht einer Zunahme um drei Prozent gegenüber Ende Juni 2020. Verglichen mit dem Stand Ende 2019 liegt das verwaltete Vermögen um drei Prozent tiefer. Profitieren konnte Julius Bär im dritten Quartal von einer Zunahme der Netto-Neugeldzuflüsse. Dies haben zu einer annualisierten Wachstumsrate von 4 Prozent für die ersten Monate 2020 geführt.

Angesichts der guten Zahlen werde am 6. November eine zweite Dividendenausschüttung an die Aktionäre erfolgen, ist der Medienmitteilung zu entnehmen: Dies im Umfang von 75 Rappen pro Aktie. Wegen der Coronakrise hatte Julius Bär die ursprünglich vorgesehene Ausschüttung von 1,50 Franken in zwei Tranchen aufgeteilt. Die erste Tranche war bereits Ende Mai ausgeschüttet worden.

Meistgesehen

Artboard 1