Bei den 15- bis 24-Jährigen erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im Juli um knapp 12 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Anstieg um gut 9 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte.

Diese Zunahme kommt wegen den Schulabgängern nicht unerwartet. Laut Seco-Direktor Serge Gaillard ist der Anstieg in diesem Jahr leicht stärker als 2011, aber immer noch auf einem sehr tiefen Niveau.

"Die Situation bei den Jungen ist insgesamt erfreulich", so Gaillard. Erst in einem Monat werde sich aber zeigen, wie die Jugendlichen vom Arbeitsmarkt aufgenommen worden seien, da sich die Zugänge auf die Monate Juli und August verteilten, so Gaillard.

Grundsätzlich sei die Situation auch für die 15- bis 19-Jährigen gut: Rund 80'000 neue Lehrstellen seien geschaffen worden, dies entspreche in etwa dem Bedarf.

Die leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit im Juli ist laut Gaillard die Fortsetzung der Entwicklung seit dem vergangenen Herbst. Im Herbst war der Rückgang der Arbeitslosigkeit als Folge der konjunkturellen Eintrübung zu einem Stillstand gekommen.

In den kommenden Monaten bleibt nach Ansicht von Gaillard die Konjunkturentwicklung schwach und die Arbeitslosigkeit wird weiterhin leicht steigen.

Mehr Arbeitslose in der Westschweiz

Weiterhin deutlich höher liegt die Arbeitslosenquote in der Westschweiz und dem Tessin mit 3,9 Prozent gegenüber 2,2 Prozent in der Deutschschweiz.

Insgesamt waren Ende Juli 116'294 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 7094 (+6,5 Prozent).

Insgesamt wurden 167'222 Stellensuchende in der Schweiz registriert, 785 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg diese Zahl um 2,9 Prozent. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen verringerte sich um 381 auf 17'112.