Auto-Krise

Deutschland will GM bei Rückkauf von Opel nicht unterstützen

GM soll Opel verkaufen (Archiv)

GM soll Opel verkaufen (Archiv)

Deutschland will einen Verbleib von Opel bei GM nicht mit Staatsgeldern unterstützen. «Die Bundesregierung hat immer wieder klargestellt, dass Staatshilfen an eine Investorenlösung gebunden sind», sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums.

Damit verstärkte die Regierung in Berlin noch einmal den Druck auf GM, Opel zu verkaufen. Noch am Dienstag wollte der GM-Verwaltungsrat in Detroit zu zweitägigen Beratungen über die Zukunft von Opel zusammenkommen.

Ob dabei eine Entscheidung für einen Verkauf an Magna oder RHJ fällt, blieb offen. Als dritte Option prüft GM eine Sanierung von Opel in Eigenregie. Auch eine weitere Vertagung ist möglich. Eine Entscheidung wurde frühestens am Mittwochabend erwartet.

Die Bundesregierung favorisiert unverändert einen Verkauf an Magna. Der Zulieferer habe den besten Zukunftsplan, sagte der mit Opel betraute Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Jochen Homann.

Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte, er habe immer noch keine Bestätigung, dass GM Opel nicht verkaufen wolle. Sollte der US-Autobauer eine Entscheidung über Opel erneut vertagen, werde die Bundesregierung weiterverhandeln.

Der europäische Opel-Betriebsrat kritisierte die schleppenden Verhandlungen über Opel. Er fürchtet, eine weitere Verzögerung des Verkaufs von Opel könnte den Autobauer wieder an den Rand einer Insolvenz bringen.

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