Luftfahrt

Deutscher Minister ruft Air-Berlin-Piloten zur Rückkehr ins Cockpit auf

Der Ausfall zahlreicher Flüge kostet Air Berlin gemäss einer Aussage des Unternehmenschefs mehrere Millionen Euro. (Archiv)

Der Ausfall zahlreicher Flüge kostet Air Berlin gemäss einer Aussage des Unternehmenschefs mehrere Millionen Euro. (Archiv)

Nach den massenhaften Krankmeldungen bei Air Berlin hat der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt eine Rückkehr der Piloten an den Arbeitsplatz gefordert. Air Berlin sieht ihre Rettung durch die vielen Krankmeldungen in Gefahr.

"Die Insolvenz von Air Berlin ist eine grosse Belastung für alle Mitarbeiter, vor allem auch wegen der Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung der Arbeitsplätze. Aber gerade deswegen ist es wichtig, den Flugbetrieb jetzt bestmöglich aufrecht zu erhalten und nicht die Kunden in Mitleidenschaft zu ziehen," sagte Dobrindt der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch.

Die deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries forderte den Zusammenhalt von Belegschaft und Unternehmen. "Ich wünsche mir, dass alle Beteiligten an den Gesprächen um die Zukunft von Air Berlin die Nerven behalten und versuchen, das Beste für die Beschäftigten zu erreichen", sagte Zypries.

Air Berlin sieht ihre Rettung durch Krankmeldungen vieler Piloten in Gefahr. Denn mitten im Verkaufsprozess musste die insolvente Fluggesellschaft am Dienstag rund 100 Flüge streichen und dürfte damit weiteres Vertrauen bei ihren Kunden verloren haben.

Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet, weil der Grossaktionär Etihad den Geldhahn zudrehte. Nun lotet der Sachwalter Lucas Flöther zusammen mit dem Management Lösungen für eine Sanierung aus.

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