Neueröffnung

Deutsche Commerzbank eröffnet in Basel neue Filiale

Unscheinbar: Die Commerzbank am Hirschgässlein 19.

Unscheinbar: Die Commerzbank am Hirschgässlein 19.

Nach dem Verkauf des Privatkundengeschäfts in der Schweiz im Jahr 2009 meldete sich die deutsche Commerzbank vor einem halben Jahr mit dem Einstieg ins Firmenkundengeschäft zurück. Am Dienstag hat die Bank in Basel eine Filiale eröffnet.

Herr Stührk, was führt die deutsche Commerzbank nach Basel?

Olaf Stührk: Die Stadt ist das Wirtschaftszentrum der Region. Wenn man hier Geschäfte machen will, führt kein Weg an Basel vorbei.

In Basel gibt es doch schon genug Banken, hat es Platz für eine weitere Bank?

Viele lokale Banken bieten vor allem Vermögensverwaltung. Keine ist speziell auf die Bedürfnisse international tätiger KMU ausgerichtet. Hier kommen wir ins Spiel.

Was bieten Sie, was die anderen nicht bieten?

Die beiden Grossbanken sind vor allem an kapitalmarktnahen Grossunternehmen und Vermögensverwaltung orientiert, nicht an exportorientierten KMU. Die Kantonal- und Raiffeisenbanken sind in der Region zwar gut verankert, haben aber kein ausgeprägtes internationales Netzwerk. Wir sehen uns in der Nische dazwischen gut aufgestellt.

Das gab es vor ihnen auch schon. Wachsen Sie auf Kosten anderer Banken?

Bevor wir eine Niederlassung in der Schweiz hatten, kamen über 300 Schweizer Kunden in die Filialen nach Deutschland. Das können Sie heute direkt aus Basel, mit dem Vorteil, dass Verträge nach Schweizer Recht abgeschlossen werden.

Was stimmt Sie im Dreiländereck hoffnungsvoll?

Hier in Basel geht es extrem international zu und her. Die meisten Firmen unterscheiden gar nicht mehr ob sie in der Schweiz, Frankreich oder Deutschland geschäften.

Ist es schwierig, Schweizer Kunden zu einer Deutschen Bank zu holen?

In der Tat ist es nicht einfach, Schweizer an Bord zu holen. Die Unternehmen sind gut vernetzt und die Manager kennen sich oft aus gemeinsamer Studienzeit oder dem Militär. In diesem Umfeld ist es nicht einfach, als aussenstehende Bank Fuss zu fassen. Es gelingt uns aber, weil sie dank uns Geschäfte im Ausland realisieren können.

Wie geht es der Wirtschaft in der Region?

Die Unternehmen sagen uns, dass die Zeichen auf Wachstum stehen, vor allem in den arabischen und asiatischen Raum. Zudem wird auch der Handel mit der EU zunehmen.

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