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Deutsche Bank gibt ihr Gewinnziel auf und streicht Stellen

Joe Ackermann, Schweizer Chef der Deutschen Bank (Archiv)

Joe Ackermann, Schweizer Chef der Deutschen Bank (Archiv)

Wegen der Turbulenzen auf den Kapitalmärkten hat die Deutsche Bank ihre Prognose gesenkt. Die Bank unter der Führung des Schweizers Josef Ackermann hält es nun nicht mehr für möglich, in diesem Jahr 10 Milliarden Euro vor Steuern zu verdienen.

Die Senkung der Gewinnprognosen, die Ackermann am Dienstag bei einer Analystenkonferenz in London publik machte, kommt nicht überraschend. Schon bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im Juli hatte Ackermann das Erreichen der Ziele unter den Vorbehalt sich stabilisierender Märkte gestellt.

Im Weiteren kündigte der Chef der Deutschen Bank an, als Reaktion auf die schwachen Geschäfte im Investmentbanking bis Ende März kommenden Jahres 500 Stellen zu streichen.

Die sich ausweitende Staatsschuldenkrise in Europa habe im dritten Quartal stark auf Volumina und Erträge gedrückt, erklärte Ackermann. Für den Zeitraum Juli bis Ende September müsse die Bank zudem zusätzliche Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen in Höhe von rund 250 Mio. Euro berücksichtigen.

Sparen ist Branchentrend

Für das dritte Quartal werde gleichwohl ein positives Ergebnis erwartet, sagte Ackermann. Die Bank sei zuversichtlich, in ihren klassischen Geschäftsfeldern in Summe ein Rekordergebnis zu erzielen. Das Institut will den vollständigen Zwischenbericht zum dritten Quartal 2011 am 25. Oktober vorlegen.

Zahlreiche Grossbanken hatten in der Vergangenheit angekündigt, kräftig auf die Kostenbremse treten zu wollen. Allein die britische HSBC will 30'000 Jobs bis 2013 streichen, bei der ebenfalls britischen Lloyds soll bis 2014 Hand an 15'000 Arbeitsplätze gelegt werden. Die UBS will 3500 Arbeitsplätze streichen, die Credit Suisse 2000 Stellen.

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