Die Bahn begründete die Preiserhöhung am Donnerstag mit deutlich gestiegenen Personal- und Energiekosten. Ausserdem seien die Preise im Fernverkehr im vergangenen Jahr nicht angehoben worden. Der Anstieg sei somit "moderat" ausgefallen. Im Nahverkehr etwa liege die Erhöhung unter den durchschnittlichen Preiserhöhungen der regionalen Verkehrsverbünde.

Tiefer in die Tasche greifen müssen auch BahnCard-Kunden. Die BahnCard 100, die wie das Generalabonnement freie Fahrt auf dem Streckennetz erlaubt, kostet ab dem 11. Dezember neu 3990 Euro in der 2. Klasse und 6690 Euro in der 1. Klasse. Heute kostet das Abonnement 3800 respektive 6400 Euro.

Die BahnCard-50, das Pendant zum Schweizer Halbtax-Abo, wird zehn Euro teurer und neu 240 Euro kosten. Die BahnCard-25 kostet in der zweiten Klasse künftig 59 statt 57 Euro.

Teurere Sitzplatz-Reservationen

Deutlich mehr werden auch Sitzplatz-Reservationen kosten. Sie haben künftig einen einheitlichen Preis von vier Euro. Damit zahlen jene Kunden mehr, die ihre Tickets bisher im Internet oder am Billet-Automaten bezogen und für die Reservation dafür 2,50 Euro in der zweiten Klasse bezahlten.

Die SBB hat für die Schweiz ebenfalls eine Preiserhöhung angekündigt. Sie beträgt im Durchschnitt 1,2 Prozent, nachdem der Preisüberwacher einige Erhöhungen nicht genehmigt hat. Vor allem das Bahnfahren in der 1. Klasse wird teurer. Das GA kostet in der 1. und 2. Klasse mehr.