4,4 Millionen Autos verkauften BMW, Daimler und der VW-Konzern im vergangenen Jahr gemeinsam in China - ein Prozent weniger als im Vorjahr. Dies obwohl der chinesische Automarkt über alle Hersteller hinweg um 9 Prozent wuchs.

Entsprechend verloren die deutschen Hersteller an Marktanteil: Er sank von 24 Prozent im Jahr 2014 auf knapp 22 Prozent im vergangenen Jahr. Das ergab eine Analyse des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungskonzerns EY, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

Entscheidender Treiber des Negativtrends war die VW-Gruppe. Die in China eigentlich erfolgsverwöhnten Wolfsburger büssten beim Marktanteil in China 2,3 Prozentpunkte ein und fielen auf damit auf 17,7 Prozent zurück - der niedrigste Wert seit 2010.

Der VW-Konzern verkauft schon seit Jahren mehr als jedes dritte Auto in China. Nun sank der Anteil Chinas am Gesamtabsatz des Konzerns erstmals: Er fiel um einen Prozentpunkt auf 36 Prozent.

Auf längere Frist ist EY-Partner und Branchenfachmann Peter Fuss dennoch zuversichtlich: "Durch steigenden Wohlstand wächst in China eine statusbewusste Mittelschicht heran, die sich etwas leisten kann und will", sagte Fuss. Dazu zählten auch Autos "made in Germany".