Logiernächte

Deutlich mehr Touristen aus Asien

Insbesondere aus Asien logierten wieder mehr Gäste in Schweizer Hotels. (Symbolbild)

Insbesondere aus Asien logierten wieder mehr Gäste in Schweizer Hotels. (Symbolbild)

Von Januar bis Juni kamen 738'000 Gäste mehr in die Schweiz als in der Vorjahresperiode.

Der Schweizer Tourismus profitiert vom guten Wetter und asiatischen Gästen. Im Juni wie auch im gesamten ersten Halbjahr 2017 verbuchten die Hotels mehr Übernachtungen als in den entsprechenden Vorjahresperioden. Die Schweizer Hotellerie zählte von Januar bis Juni insgesamt 17,6 Millionen Übernachtungen. Das sind fast 738'000 mehr als im ersten Semester 2016, wie die provisorische Beherbergungsstatistik des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt. Vor allem die Monate Mai und Juni seien gut gelaufen, sagte Hotelleriesuisse-Präsident Andreas Züllig auf Anfrage. Das schöne Wetter über die Feiertage Pfingsten und Auffahrt hätten in den Bergregionen für mehr Gäste gesorgt.

Der Inlandtourismus bescherte den Hoteliers ein Plus von insgesamt 8,1 Millionen Logiernächten. Das entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einer Zunahme von 4 Prozent (+310'000). Aus dem Ausland stieg die Zahl der Hotelübernachtungen noch stärker an – und zwar um 4,7 Prozent (+310'000).

Insbesondere aus Asien logierten wieder mehr Gäste in Schweizer Hotels. Hier stiegen die Übernachtungszahlen um 15,4 Prozent (+287'000), während der amerikanische Kontinent eine Zunahme um gut 10 Prozent oder 119'000 Logiernächte verbuchte. Das sei erfreulich, seien die Gäste aus Asien und Amerika nicht zuletzt wegen Terroranschläge in Europa im vergangenen Jahr ausgeblieben, sagte Barbara Gisi, Direktorin des Schweizer Tourismus-Verbandes (STV), auf Anfrage. Zudem würde der Mittelstand in Asien wachsen und die Schweiz werde populärer.

Stabile Nachfrage aus Europa

Der schwächere Franken spiegle sich noch nicht in den Zahlen wider, sagte Gisi. So waren die Besucherzahlen aus einzelnen europäischen Ländern rückläufig. Dazu gehören insbesondere das Vereinigte Königreich (–4,1 Prozent), Frankreich (–2,7 Prozent) sowie Italien (–2,7 Prozent). Das wichtigste und preissensitive Gästeland Deutschland verzeichnete mit 1,85 Millionen Logiernächten einen Rückgang von 0,1 Prozent. Insgesamt blieb die Nachfrage aus Europa in etwa stabil (+0,4 Prozent).

Die gegenwärtige Frankenschwäche dürfte dem Tourismus aber mittelfristig Aufwind geben. Das Image der teuren Schweiz hätte sich mit der Aufhebung des Mindestkurses verstärkt. Das habe sich nun relativiert. Bleibe der Franken auf diesem Niveau stabil oder schwäche sich noch weiter ab, dürfte sich das mittelfristig positiv auf die Logiernächte auswirken, erwartet Gisi.

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