WEF-Gegner haben erneut einen Anschlag verübt: Nach dem Angriff auf das Helvetia-Gebäude in St. Gallen ist es am Donnerstag in Davos zu einer Detonation gekommen. «Was kurz nach neun Uhr im Untergeschoss des Posthotel Morosani detoniert ist, können wir noch nicht sagen», bestätigt Polizeisprecher Thomas Hobi eine Ankündigung von WEF-Gegnern.

Gemäss dem Sprecher wurde beim Anschlag niemand verletzt und der Sachschaden soll gering sein. «Es sind zwei Scheiben zu Bruch gegangen», so Hobi.

In den beiden Morosani Hotels «Pöstli» und «Schweizerhof» logieren während des WEF die UBS-Delegation um Oswald Grübel sowie die vier Bundesräte Micheline Calmy-Rey, Eveline Widmer-Schlumpf, Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann. Während die Landesregierung im Schweizerhoft nächtigt, ist die UBS-Delegation wie seit Jahren im «Pöschtli» untergebracht. Die UBS wollte den Anschlag zunächst nicht kommentieren. Mediensprecherin Tatiana Togni sagte auf Anfrage von 20 Minuten Online lediglich: «Von der UBS-Delegation ist niemand zu Schaden gekommen.»

Im Bekennermail zum Anschlag soll die Detonation von «pyrotechnischen Sprengsätzen» ausgegangen sein. «Wir haben die Hotels Morosani in Davos mit Pyrotechnik und Zucker angegriffen», schreiben die WEF-Gegner im Mail. Wie es darin weiter heisst, soll ein zweiter Sprengsatz deponiert worden sein. «Die Abklärungen dazu laufen noch, bisher haben wir nichts gefunden», sagt Polizeisprecher Hobi. (cls)