Löhne

Deshalb verdienten Manager 2013 sogar noch besser - hier steht es schwarz auf weiss

Der Präsident von Travail.Suisse, Martin Flügel

Der Präsident von Travail.Suisse, Martin Flügel

Die jährliche Lohnstudie von Travail.Suisse zeigt: Die Schere zwischen den höchsten und den tiefsten Löhnen in Schweizer Unternehmen öffnet sich weiter. Travail.Suisse fordert nun die Politik auf zu handeln - und plädieren für die 1:12-Initiative.

Travail Suisse hat 27 Managerlöhne des Jahres 2012 untersucht und dabei festgestellt: Im letzten Jahr haben sich die Managerlöhne keineswegs relativiert, sondern ungebremst nach oben entwickelt. Laufe der letzten zehn Jahre hat sich die Lohnschere verdreifacht. Travail SUisse hat dabei das Verhältnis des höchsten zum niedrigsten Lohn analysiert und eine Rangliste erstellt:

Roche CEO Severin Schwan 1:261 - der CEO verdient also 261mal mehr als sein schlecht bezahltester Angestellter

Nestlé CEO Paul Bulcke 1:238

ABB CEO Joe Hogan 1: 225

Lohnliste von Travail.Suisse

Lohnliste von Travail.Suisse

Was Travail Suisse besonders stört: «Am auffallendsten ist das bei Unternehmen wie Clariant (hariolf Kottmann 1:115) oder Lonza (1:135), die doch wirtschaftliche Schwierigkeiten hatten», sagt Martin Flügel, Präsdient von Travail Suisse. «Die Selbstbedienung zieht sich weiter aus. Es braucht nun klare Limiten», erklärt Flügel.

Thomas Daum, Direktor des  Arbeitgeberverbands, antwortet in der «Tagesschau» recht verhalten: «In der Welt der Arbeitgeber gibt es andere Regeln, von denen ich auch kein Fan bin. Ich hoffe einfach die Unternehmen bleiben in der Schweiz und schaffen weiter Arbeitsplätze.»

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