Dies hatte auch Auswirkungen auf die Mieten. Sie stiegen im Jahr 2011 in allen Preissegmenten noch stärker als im Jahr davor, wie das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) am Mittwoch mitteilte. Schweizweit betrug der Anstieg 3,0 Prozent. Im Vorjahr waren die Angebotsmieten nur moderat um 0,33 Prozent gestiegen.

Mit Ausnahme der Region Mittelland und des Tessins war die ganze Schweiz von der Verknappung des Angebots betroffen. Am stärksten war der Anstieg der Mieten mit einer durchschnittlichen Preissteigerung von 6,8 Prozent in der Westschweiz. In der Zentralschweiz stiegen die Angebotsmieten durchschnittlich um 2,8 Prozent, in der Region Zürich um 2,5 Prozent.

Signifikant beeinflusst worden sind die Angebotsmieten gemäss BWO durch die Zuwanderung von Ausländern, insbesondere in der West- und Zentralschweiz. In der Region Zürich zeige sich zudem, dass zunehmend in der Peripherie ein Nachfragewachstum nach Mietwohnungen befriedigt werden müsse, schrieb das BWO.

Grosse Nachfrage nach Wohneigentum

Auch die Nachfrage nach Wohneigentum ist dank tiefen Zinsen auf Hypothekarkrediten gross. Selbst die rege Bautätigkeit kann sie nicht befriedigen. Das führt gemäss BWO dazu, dass auch die Preise von Eigentumswohnungen stark steigen.

In der Region Zürich betrug der Preisanstieg 2011 7,3 Prozent, in der Innerschweiz 6,6 Prozent und in der Westschweiz 5,8 Prozent. Im schweizweiten Durchschnitt sind Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser 4,5 Prozent teurer geworden.

Im Gegensatz zum Markt für Mietwohnungen hat die Zuwanderung hier keinen Einfluss, wie das BWO schreibt. Schweizweit seien nur gut 6 Prozent der Haushalte ausländisch. Einzig in der Westschweiz und in Zug hätten Ausländer substanziell zum Haushaltswachstum beigetragen.

Das BWO lässt die Entwicklung des Wohnungsmarkt jährlich untersuchen und fokussiert dabei insbesondere auf die Frage, welche Auswirkungen die Personenfreizügigkeit dabei hatte.