Wirtschaft

Der Postauto-Chef möchte die gelben Busse grüner machen

Künftig sollen vermehrt Postautos ohne Dieselantrieb unterwegs sein.

Künftig sollen vermehrt Postautos ohne Dieselantrieb unterwegs sein.

In vier Jahren sollen 100 umweltfreundliche Postautos im Einsatz ein, sagt Postauto-Chef Christian Plüss. Bis wann die gesamte Flotte umgerüstet sei, kann er aber noch nicht sagen.

(mg) Bis 2024 will Postauto-Chef Christian Plüss 100 Fahrzeuge mit alternativem Antrieb im Einsatz haben. Das sagt er der «NZZ am Sonntag». Im Fokus stehen dabei Busse mit Elektroantrieb und Batterie. Möglich ist laut Plüss auch die Beschaffung von Bussen mit Brennstoffzellen, die mit Wasserstoff betrieben werden. Insgesamt verfügt Postauto über 2400 Fahrzeuge.

Bis wann alle Fahrzeuge umgerüstet werden, kann Plüss nicht sagen. «Wir mussten merken, dass das anspruchsvoller ist, als wir zuerst dachten», sagt Plüss. Ein Grund seien die hügligen Strecken, die von Postautos bedient werden. Gewichtiger sind aber die finanziellen Aspekte. Schon die jetzt angedachten 100 umweltfreundlichen Fahrzeuge schlagen gemäss Plüss mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag zu Buche.

Auch die Depots müssen aufgerüstet werden

Die umweltfreundlichen Busse seien in der Anschaffung teurer, aber auch in den Depots und an gewissen Haltestellen brauche es zusätzliche Ladevorrichtungen. Dazu kommt, dass viele Postautostrecken heute nicht kostendeckend sind. Aus eigenem Sack könne der Konzern die Umrüstung nicht bezahlen. Bund und Kantone müssten für die Umrüstung zusätzliche Mittel sprechen, so Plüss.

Im vergangenen März hat der Nationalrat ein Postulat der Verkehrskommission angenommen. Dieses soll Fördermassnahmen für umweltfreundliche Busse aufzeigen. Im Herbst soll dieser Bericht vorliegen.

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