Perez sprach von einem "unangebrachten Verhältnis" zwischen Fox News und Präsident Donald Trump. Der Sender sei deswegen nicht in der Lage, eine "faire und neutrale Debatte unserer Kandidaten austragen", schrieb Perez im Kurzbotschaftendienst Twitter. Entsprechend werde Fox News nicht "Medienpartner" für die Vorwahl-Debatten seiner Partei sein.

Trump reagierte erbost auf die Ankündigung der politischen Konkurrenz. "Ich denke, ich werde das gleiche mit den Fake-News-Sendern und den radikalen linken Demokraten in den Wahldebatten tun", schrieb der Präsident auf Twitter.

Fox News aus dem Imperium des erzkonservativen Medienzaren Rupert Murdoch gilt seit langer Zeit als Haus- und Hofsender Trumps. Die Fox-News-Journalisten fallen immer wieder durch wenig kritische Fragen an den Präsidenten auf, die Meinungsprogramme kommen einer Huldigung des Präsidenten und seiner Politik gleich. Trump nutzt Fox News auch als Pool zur Rekrutierung von Personal, unter anderem für das Weisse Haus.

Ein Staatssender?

Die Zeitschrift "New Yorker" hatte die Nähe kürzlich in einem langen Beitrag beschrieben und die Frage aufgeworfen, ob es sich bei Fox News de facto um Staatsfernsehen handele. In dem Artikel wird unter anderem auf die dutzenden Interviews verwiesen, die Trump Fox News gegeben hat, und die Auftritte von Fox-News-Starmoderator Sean Hannity an Trumps Seite. Der Sender soll demnach sogar 2016 auf die Veröffentlichung einer Geschichte über die mutmassliche Affäre Trumps mit einer Pornodarstellerin verzichtet haben, um dessen Wahlsieg nicht zu gefährden.

Der Sender, der reichweitenstärkste Kabelkanal in den USA, bedauerte in einer Stellungnahme am Mittwoch die Entscheidung der Demokraten und hofft auf eine Umkehr. Das Moderatorenteam Chris Wallace, Bret Baier und Martha MacCallum sei das beste, was das US-Fernsehen für die Moderation von TV-Debatten zu bieten habe.