Hervé Falciani

Datendieb Falciani: «Ich wurde vom israelischen Geheimdienst entführt»

Und wieder eine neue Geschichte. Nun wurde er vom israelischen Geheimdienst Mossad entführt. Der Informatiker Hervé Falciani, welcher seinen ehemaligen Arbeitgeber die Privatbank HSBC um einige tausend Kundendaten beraubte, tischt den Medien immer wieder neue Geschichten auf.

Um eine mögliche Verbindung zwischen der libanesischen Hisbollah und der britischen Bank HSBC zu überprüfen, sei er vom israelischen Geheimdienst Mossad entführt worden. Die Hisbollah stehe im Verdacht, die HSBC für kriminelle Zwecke missbrauchen zu wollen, sagte der mutmassliche Datendieb Hervé Falciani in einem Interview mit «Le Matin Dimanche».

Wegen seiner vermuteten Loyalität gegenüber dem israelischen Staat und weil er Jude sei, habe man ihn ins Visier genommen.

Eine terroristische Organisation hätte die Sicherheit der Bank tatsächlich ohne grosse Probleme bedrohen können, sagte der Ex-HSBC-Informatiker. Es sei ihm nur darum gegangen, die Fehler des Informatiksystems der Bank aufzuzeigen.

Falciani hatte seinen ehemaligen Arbeitgeber, die Privatbank HSBC mit Sitz in Genf, um mehrere tausend Kundendaten beraubt und sich Ende 2009 mit dem Diebesgut nach Frankreich abgesetzt.

(sda/skh)

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