Italien

Daten-CD entlarvt nun auch mutmassliche italienische Steuersünder

CD mit Daten entlarvt Steuersünder (Symbolbild)

CD mit Daten entlarvt Steuersünder (Symbolbild)

Die Ende 2009 aufgetauchten CD mit vertraulichen Bankdaten aus der Schweiz hat nun auch mutmassliche italienische Steuersünder auffliegen lassen. Italiens Steuerbehörden fanden darauf nahezu 7000 Konten von italienischen Steuerzahlern mit insgesamt 6,9 Mrd. Dollar Vermögen.

Auf 132 Konten würden jeweils mehr als zehn Millionen Dollar liegen, teilten die Behörden mit. Die Daten aus den Jahren 2005 und 2006 würden nun überprüft.

Die Daten auf der CD stammten von der Genfer Tochter der britischen Grossbank HSBC, wo sie der ehemalige IT-Mitarbeiter Hervé Falciani entwendet hatte. Im vergangenen Dezember waren die Daten zu den französischen Behörden gelangt, die sie letzte Woche an Italien weitergegeben haben.

HSBC hatte im März eingeräumt, dass die CD Informationen über rund 15'000 bestehende Kunden sowie 9000 Konten enthalte, die in der Vergangenheit geschlossen wurden.

Die Regierung von Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte am Dienstagabend ein Sparpaket mit Einsparungen in Höhe von 24 Milliarden Euro zur Eindämmung der riesigen Staatsschuld verabschiedet. Verschärft werden soll dabei auch der Kampf gegen die Steuerhinterziehung.

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