Reaktion

«Das ist ein grosser Verlust!»: Swiss-Kabinengewerkschaft bedauert Abgang von Thomas Klühr

Thomas Klühr nimmt seinen Hut.

Thomas Klühr nimmt seinen Hut.

Mitten in der grössten Krise der Luftfahrtgeschichte tritt Swiss-Chef Thomas Klühr ab. Nun äussert sich die Präsidentin des Kabinenpersonalverbands - und sagt, was sie von Klührs Nachfolger erwartet.

Damit hat kaum jemand gerechnet: Mitten in der grössten Krise der Luftfahrt, nimmt Swiss-Chef Thomas Klühr den Hut. Per Ende Jahr tritt er ab, wie die Airline in einer Medienmitteilung bekannt gibt. Aus privaten Gründen, wie es heisst. Beim Personal ist der Schock gross: «Wir bedauern Herrn Klührs Entscheid sehr, denn er war ein sehr guter Sozialpartner, ein Manager alter Schule, der sich für die Mitarbeitenden eingesetzt hat», sagt Sandrine Nikolic-Fuss, Präsidentin der Gewerkschaft Kapers, die das Kabinenpersonal vertritt.

«Ich mache Thomas Klühr keine Vorwürfe»

«Für die Swiss ist sein Abgang ein grosser Verlust, da er seit seinem Amtsantritt für Ruhe in der Firma und gute Resultate gesorgt hat», sagt Nikolic. Auch in der bisherigen Corona-Krise habe Klühr mit Besonnenheit und Geradlinigkeit geführt.

Nun beginnt das Rätselraten, wer auf Klühr folgt. Die Gewerkschaftspräsidentin stellt klar: ‹«Von seinem Nachfolger erwarte ich ebenso viel Respekt für die Gewerkschaften und Empathie für die Angestellten in diesen schwierigen Zeiten.» Doch ist es kein No-Go, mitten in der grössten Firmenkrise abzutreten? Für Nikolic-Fuss nicht: «Ich mache ihm keine Vorwürfe.»

Momentan befinden sich die Personalverbände der Swiss mitten in Sparverhandlungen mit dem Management. Es drohen Entlassungen. «Wir werden die Verhandlungen voraussichtlich bis Ende Jahr abgeschlossen haben», sagt Nikolic-Fuss. «Und wenn die Krise andauert, wird es so oder so düster, mit oder ohne Thomas Klühr.»

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