Ab 8 Uhr morgens blockierten etwa hundert Taxis die Standplätze am Flughafen. Diese Aktion sei von der Basis beschlossen worden, sagte der Sprecher der Taxifahrer, Mohammed Ghabi.

Die Genfer Taxifahrer sehen sich im Wettbewerb benachteiligt. Grund sind nicht zugelassene Fahrzeuge aus Frankreich, Litauen, Ungarn, Estland und anderen Ländern, die zuhauf Touristen vom Flughafen in die nahegelegenen Skigebiete in der Westschweiz und Frankreich fahren.

Konkurrenzlose Tarife

«Das ist Schwarzarbeit», kritisierte Salvador Perez, Präsident der Verbands der unabhängigen Taxifahrer, in Genf. «Diese Transportunternehmen befördern Tausende von Menschen ins Waadtland, ins Wallis oder nach Frankreich, ohne Mehrwertsteuer, Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen oder einen Fahrtenschreiber zu verfügen. Sie bieten eine 35-Euro-Fahrt nach Chamonix (F) an – Tarife, mit denen Schweizer Taxis nicht konkurrieren können.»

Die Taxifahrer fordern die in dieser Sache zuständige Leitung des Flughafens Genf dazu auf, permanente Kontrollen durch eine Taxipolizei und das kantonale Arbeitsamt durchzuführen.