Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um 11,8 Prozent auf 595 Millionen Franken, wie die von SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher geführte Gruppe am Freitag mitteilte.

Damit setzt sich das Wachstum aus den Vorjahren fort. 2017 etwa war der Umsatz von Ems um 8,2 Prozent gewachsen. Im Hauptbereich der Hochleistungspolymere wuchs der Umsatz in den ersten drei Monaten 2018 um 11,5 Prozent, im Nebenbereich der Spezialchemikalien um 13,6 Prozent.

Ems führt das Umsatzplus in der Mitteilung auf mehrere Faktoren zurück: Einerseits auf innovative Neugeschäfte, andererseits aber auch auf höhere Rohstoffpreise, die Ems den Kunden via Preiserhöhungen weitergab. Überdies trug die Währungssituation zum Wachstum bei, der Effekt beträgt rund 4 Prozent, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte.

Autoproduktion stagniert

Gleichzeitig bereitet Ems die Investoren bereits darauf vor, dass sich die Konjunktur bald verlangsamen könnte. Die globale Konjunktur habe sich zwar insgesamt positiv entwickelt, doch seien bereits gewisse Sättigungsanzeichen feststellbar, schreibt die Gruppe.

Die weltweite Autoproduktion kam mit einem Plus von 0,5 Prozent kaum mehr vom Fleck. Zwar wurden in Europa 2,4 Prozent mehr Autos produziert als im Vorjahr, doch stagnierte die Produktion im grössten Markt China, im Raum Nordamerika (Nafta) fiel sie sogar um 3,2 Prozent.

Für Ems sind die Kunden aus der Autoindustrie bedeutend. Rund 60 Prozent des Umsatzes erzielt die Ems-Gruppe mit Kunststoffen, Klebstoffen, Abdichtungen, Beschichtungen und elektrischen Anzündern für die Automobilindustrie.

Effizienzprogramm angekündigt

Für 2018 rechnet Ems zwar unverändert mit einem Nettoumsatz und Betriebsergebnis (Ebit) leicht über Vorjahr. Dennoch sprach das Unternehmen wie schon bei der Präsentation der Jahreszahlen von einer gesättigten Konjunktur.

Bei der Weltwirtschaft erwartet das Unternehmen deshalb bei positiver Entwicklung eine abschwächende Tendenz. Die angespannte Situation an den Rohstoffmärkten dürfte zudem anhalten. Betreffend eigener Geschäftsentwicklung sei Ems zuversichtlich, heisst es aber in der Mitteilung.

Ems bereite sich auf eine anstehende Konjunkturverlangsamung mit Effizienzprogrammen vor. Dabei handle es sich um ein Programm, welches Ems regelmässig rund alle sieben Jahre durchführe und bei dem alle Abläufe und Prozesse überprüft und aktualisiert würden, sagte der Sprecher.

Ems produziert Kunststoffe und Spezialchemikalien, die neben Autos etwa in Mobiltelefonen, Elektrowerkzeugen, Wasserzählern, Maschinen, Brillen und Lebensmittelverpackungen zum Einsatz kommen. Fast 3000 Mitarbeitende arbeiten in 16 Ländern für die Gruppe. Ems-Chemie ist zu über 60 Prozent im Besitz von Martullo-Blocher und anderen Familienmitgliedern.