Pharmakonzern Novartis will bis Ende Jahr auch in der Schweiz seine Zelltherapie Kymriah gegen verschiedene Formen von Blutkrebs auf den Markt bringen. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, welchen Preis Novartis für die einmalige Behandlung erhalten kann und unter welchen Bedingungen.

In der EU und den USA fordert der Konzern umgerechnet zwischen 370’000 und 475'000 Franken für die Behandlung, die für jeden Patienten massgeschneidert wird. Novartis propagiert ein Modell, bei dem die Bezahlung an therapeutische Erfolge geknüpft ist. 

Allerdings gehen die Meinungen darüber, was als «Erfolg» definiert werden soll, weit auseinander. Krankenversicherung Helsana zeigt sich interessiert an diesem Ansatz. Die für derartige Verhandlungen zuständige Abteilungsleiterin Martina Weiss erklärt aber gegenüber der «NZZ am Sonntag»: «Wir wollen erst bezahlen, wenn der Patient längere Zeit ohne Rückfall überstanden hat und man von einer permanenten Heilung sprechen kann.»