Dies teilte das Unternehmen am Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen mit. In Aussicht gestellt hatte Vorstandschef Thomas Rabe im November ein Gewinnplus von mehr als 20 Prozent. 2006 hatte Bertelsmann durch den Verkauf von Unternehmensteilen einen aussergewöhnlich hohen Gewinn von 2,4 Milliarden Euro eingefahren.

Zu dem Gewinnanstieg im vergangenen Jahr trug auch eine Neubewertung einzelner Konzerntöchter bei. Bertelsmann hatte im Jahresverlauf die komplett übernommene Musikrechte-Tochter BMG und Aktivitäten in Spanien höher bewertet als zuvor und dadurch Buchgewinne erzielt.

Ertragsperle RTL

Operativ legte der Gewinne leicht zu - das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operating Ebitda) stieg auf 2,3 von 2,2 Mrd. Euro. Der Umsatz stagnierte bei 16,4 Mrd. Euro. Die Ausschüttung für die börsennotierten Bertelsmann-Genusscheine soll ähnlich hoch ausfallen wie im vergangenen Jahr.

Ertragsperle des Konzerns ist die europäische Fernsehgruppe RTL, die zuletzt rund zwei Drittel zum Gewinn beigetragen hatte. Bertelsmann will jedoch die Abhängigkeit vom überwiegend werbefinanzierten Fernsehgeschäft verringern. Das Unternehmen hatte RTL-Anteile verkauft und investiert das Geld in neue Geschäftsfelder wie Bildungs- und Digitalangebote in Schwellenländern und den USA.

Am Freitag äusserte sich Bertelsmann nicht näher zum Geschäftsverlauf. Einzelheiten sollen mit dem Geschäftsbericht am 26. März vorgestellt werden. Die im Nebenwerteindex MDax gelistete RTL Group veröffentlicht ihre Zahlen bereits am 6. März.