Banken

Dank neuer Kundengelder verbessern Kantonalbanken Marktposition

Kantonalbanken stehen gut da (Archiv)

Kantonalbanken stehen gut da (Archiv)

Die 24 Schweizer Kantonalbanken gehören klar zu den Gewinnern der Finanzkrise. Im Zuge neuer Bankenregulierungen durch den Bund und die Finanzaufsicht wollen sie aber nicht mit den Grossbanken in einen Topf geworfen werden.

Bei der Einlagensicherung, bei den Kapitalvorschriften und bei den Managersalären dürften im Interesse des Finanzplatzes nicht die "falschen Banken" ins Visier der Aufsichtsbehörden kommen, forderte Paul Nyffeler, Präsident des Verbands Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB).

Zwar erwarteten die weitgehend auf das Schweizer Geschäft fokussierten Staatsbanken keine eigene "Lex Inlandbanken", so Nyffeler. Eine grössere Differenzierung zwischen den verschiedenen Bankengruppen in der Schweiz sei aber notwendig.

Der Gesetzesvorschlag des Bundesrates zur Einlagensicherung, der Mitte September in die Vernehmlassung ging, geht laut dem Kantonalbankenverband "sehr weit". Die Kantonalbanken, die ihre Staatsgarantie mit Beiträgen an die Kantone und Gemeinden abgelten, wollten nicht auch noch Beiträge in Sicherungs-Fonds einzahlen.

Nicht zuletzt dank der Staatsgarantien haben die Kantonalbanken ihre Marktposition im ersten Halbjahr 2009 weiter gefestigt. Der Zustrom neuer Kundengelder von 14 Mrd. Fr. ist rekordhoch und die Gewinne stiegen um 10,6 Prozent auf 1,37 Mrd. Franken.

Die Finanzkrise ist aus Sicht der Kantonalbanken jedoch noch nicht vorbei. Für die weitere Entwicklung ziehen sich die Finanzinstitute deshalb warm an.

Eine Herausforderung bilde das Zinsänderungsrisikio, sagte Charles Stettler, Mitglied der Generaldirektion der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Die Banken, die traditionell im inländischen Hypothekar- und Kreditgeschäft stark sind, müssten sich gegen die Folgen eines möglichen Anstiegs des Leitzinses weiter konsequent absichern.

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