Der abtretende Präsident bestätigte in einem Interview mit der "Tagesschau" des Schweizer Fernsehens SRF diesen Betrag. Zuvor hatte auch das Internetportal "Inside Paradeplatz" von einer Summe in dieser Grössenordnung berichtet.

"Das ist eine hypothetische Zahl", sagte Vasella im Interview. Erfüllt er in den nächsten sechs Jahren vertragliche Bedingungen wie etwa das Konkurrenzverbot, werden im jährlich 12 Mio. Franken gezahlt. Er habe vor, eine Schenkung zu machen, sagte er im Interview.

Der Betrag dürfte die Diskussionen kurz vor der Abstimmung zur Abzocker-Initiative weiter anheizen. "Es brodelt in der Bevölkerung", stellte Bundesrätin Simonetta Sommaruga in der Sendung "Arena" des Schweizer Fernsehens fest. Was man am Freitag über Vasella gehört habe, mache sie "sprachlos".

Jahresgehalt von 13,1 Millionen

Vasella zählte jahrelang zu den bestverdienenden Manager des Landes. Im vergangenen Geschäftsjahr etwa erhielt er ein Gehalt von 13,1 Mio. Franken. Das sind zwar rund 400'000 Franken weniger als 2011, aber immer noch mehr als der Grossteil des Novartis-Gremiums erhielt. Die anderen elf Mitglieder des Novartis-Verwaltungsrats haben im letzten Jahr Vergütungen zwischen 350'000 und 853'000 Fr. erhalten.

Novartis gab den Rücktritt Vasellas am 23. Januar bekannt, zusammen mit den Jahresergebnissen. Zwar war bereits damals von dem Konkurrenzverbot die Rede. Details zur Vereinbarung gab es allerdings keine.

Nachfolger Vasellas soll Jörg Reinhardt werden. Der 56 Jahre alte Deutsche ist derzeit Chef der Pharmasparte von Bayer und war zuvor lange Zeit bei Novartis tätig gewesen.

Mit dem Abgang von Vasella geht bei Novartis eine Ära zu Ende: Vasella wurde 1996 bei der Fusion von Sandoz und Ciba-Geigy der erste Konzernchef von Novartis.

1999 übernahm er zusätzlich das Präsidium des Verwaltungsrats und übte damit eine Doppelrolle aus, die oft kritisiert wurde. 2010 überliess Vasella den Chefsessel am Konzernsitz Joe Jimenez und konzentrierte sich auf das Verwaltungsratspräsidium.