CSS-Chefin Colatrella (49) ist angetreten, um die Gesundheitsbranche wachzurütteln. Im Interview mit dem “SonntagsBlick” ruft sie zu mehr Eigenverantwortung auf und dass man über den Expertenbericht des Bundesrates hinausdenken soll.

“Ohne Eigenverantwortung geht es nicht", sagt CSS-Chefin Philomena Colatrella gegenüber dem "SonntagsBlick". "Deshalb ist es auch nötig, über den Expertenbericht hinaus nachzudenken. Zum Beispiel über eine Erhöhung der Mindestfranchise. Denkt mal darüber nach, was eine Mindestfranchise von 5000 oder 10’000 Franken bringen könnte … “

Auch auf eine Nachfrage hält sie fest, dass sie eine fixe Franchise von 5000 oder 10’000 Franken in Betracht zieht. Die CSS hofft damit, grosse Einsparungen im Gesundheitswesen zu erzielen.

Und wie soll das alles finanziert werden? “Das liesse sich aus dem Topf für Prämienverbilligungen finanzieren. Mit der Erhöhung der Mindestfranchise müssen die Prämien  sinken.” Gemäss ersten Schätzungen könnten so die Prämien um rund 170 Franken sinken – pro Person und Monat.