Auch Tidjane Thiam werde für Tugenden einstehen, die "unser Land stark machen und in der Welt als typisch schweizerisch geschätzt werden", sagte Rohner im Interview mit der "SonntagsZeitung". Letztlich müsse die Unternehmenskultur der Credit Suisse (CS) aber nicht nur von Swissness geprägt sein, denn die CS beschäftige mehr Mitarbeiter im Ausland.

Mit negativen Reaktionen auf die Ernennung habe er nicht gerechnet, denn er sei überzeugt, dass Thiam der richtige Mann sei. "Ich bin zufrieden, dass der Auswahlprozess ohne störende Gerüchte oder gar Lecks abgelaufen ist und dass das Echo auf die Ernennung von Tidjane Thiam erfreulich ist", sagte er.

Nach der Bekanntgabe am vergangenen Dienstag schnellte die Aktie der Grossbank in die Höhe. Das ist gemäss Rohner nicht unüblich bei derartigen Wechseln. "Für Brady Dougan tut mir dies insofern leid, weil man damit seine Verdienste um die Credit Suisse und den hiesigen Finanzplatz nicht richtig würdigt."

Dougan habe die Anzahl Rechtsfälle abgebaut und die hohen regulatorischen Hürden nach der Finanzkrise gemeistert. Er habe das Fundament gelegt, dass die CS weiter wachsen kann.